Dienstag, 26. April 2016

Das Buch in der Mitte


Meine Beziehung zu Trilogien ist nicht immer unkompliziert. In der Theorie mag ich sie, in der Praxis habe ich aber so manches mal etwas an ihnen zu mäkeln. 

Begriffe wie "stepping stone book" oder "middle book syndrome" beschreiben einen großen Kritikpunkt, den ich an Trilogien habe. Allzu oft scheint das mittlere Buch in einer Trilogie nur zu existieren um die Bühne für das Finale zu ebnen. Informationen und neue Charaktere werden teils wahllos eingeführt und doch plätschert die Handlung langweilig vor sich hin. Informationen, für die im ersten Teil kein Raum war, werden in die Geschichte geworfen, teils ohne großen Zusammenhang.

Wenn was passiert was, dann scheint es nicht so wichtig zu sein, wie es im ersten Buch gewesen wäre. Das Buch existiert nur, weil es eben drei Bücher sein sollen, obwohl vielleicht nur genug Handlung für zwei Bücher da ist. Versteht ihr, was ich meine?

Ich will, dass in einer Trilogie jedes Buch wichtig ist, dass jedes Buch notwendig ist. Bei einigen Trilogien frage ich mich, ob sie als Duologie für mich nicht besser funktioniert hätten. Ich glaube ja.

Dass ihr auf dem Bild "Ice Like Fire" seht, ist natürlich kein Zufall. Teil eins der Trilogie war für mich klasse, Teil zwei immer noch gut, aber auch ernüchternd, beim Lesen spukte mir immer durch den Kopf, dass das Buch "nur" der Wegbereiter für Teil drei ist. Teil drei werde ich lesen, die ganz große Begeisterung ist aber nach #2 nicht mehr da, wirklich schade.

Bei welchen Trilogien hattet ihr Probleme mit dem Buch in der Mitte?

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Samstag, 16. April 2016

Geschwärzt


Wie viele andere Leser auch, kann ich mich für gute Cover begeistern. Und ja, ich bin immer noch der Meinung, dass deutsche Cover im direkten Vergleich mit UK/US - Versionen ganz schön hinterherhinken. Gerade im Jugendbuchbereich hat sich zwar viel getan, aber bei Klassikern (teils ganz böse) und Liebesromanen sieht es oft noch mau aus. Vor kurzem habe ich z.B. mal nach den Büchern von Franz Kafka geschaut, die Auswahl an ansprechenden Covern ist nicht gerade üppig. 

Aber zurück zu dem Anlass für diesen Beitrag. Oben auf dem Bild seht ihr ein Buch, dass ich vor Jahren gelesen habe, das absolut genial ist und das ich nun auch endlich besitze. Ich wollte das Buch genau in dieser Version, denn die geschwärzten Bereiche passen perfekt zum Inhalt der Geschichte.

Hat jemand eine Idee um welches Buch es sich handelt?


Verändert man den Blickwinkel, zeigen sich Titel und Autorenname, 1984 von George Orwell kann man dann lesen. Wie gesagt, Design des Buchcovers und der Inhalt passen hier perfekt zusammen.

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Sonntag, 10. April 2016

Ein Leben ohne Bücher

Keine Angst, mit "Ein Leben ohne Bücher" meine ich keine Welt ganz ohne Bücher, ich rede auch nicht von Menschen, die gar nicht lesen. Vielmehr denke ich an Menschen, die zwar gerne lesen, aber nicht das Bedürfnis haben Bücher zu besitzen, weder als Printausgabe noch als Ebook (wobei dass da mit dem Besitzen ja eh so eine Sache ist). 

Ich kenne tatsächlich Menschen, die sehr gerne lesen, aber praktisch keine Bücher zu Hause haben. Diese besonderen Menschen lesen Bücher generell nur einmal und sehen daher wenig Sinn darin sich an ihnen festzuhalten, sie bei sich zu behalten. Sie lieben es tolle Bücher an andere Menschen weiterzugeben, immer in der Hoffnung, dass auch sie von den Geschichten verzaubert werden.

Lange Zeit konnte ich so ein Verhalten überhaupt nicht verstehen und auch heute will ich mir ein Leben ganz ohne gefüllte Bücherregale nicht vorstellen. Doch ich begreife so langsam, worum es diesen Lesern geht. Sie besitzen die Bücher auch nach dem Lesen noch, denn die Geschichten sind ein Teil von ihnen geworden, irgendwo im Gehirn und natürlich im Herzen haben sich die Bücher verewigt.

Ein Leben ohne Bücher muss also überhaupt nicht schlimm sein. Ich werde wohl nie an diesen Punkt kommen, finde es aber spannend, dass dieser Weg für andere funktioniert. 

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