Mittwoch, 21. Februar 2018

Bücher kaufen: Lohnt sich das Hardcover? Oder doch lieber zum Taschenbuch greifen?


Hardcover oder doch lieber Taschenbuch? Das ist eine Frage, die mich und wahrscheinlich auch viele andere Leser schon lange beschäftigt. Vor einigen Jahren habe ich noch zum Hardcover tendiert, mittlerweile hat sich das geändert. Bietet mir ein Hardcover nicht einen großen Mehrwert durch eine geniale Gestaltung oder kleine Extras, bin ich nicht bereit mehr Geld für es im Vergleich zum Taschenbuch auszugeben. 

Die wenigsten Hardcover sind unter dem Cover so genial gestaltet, dass sie mich auf Dauer bewegen und beeindrucken. Bei Büchern wie "Carry On" von Rainbow Rowell empfinde ich die Mehrausgabe für das Hardcover auch im Rückblick als sinnvoll, bei vielen anderen Büchern kann ich das nicht sagen. Unter dem Buchumschlag geht es oft ziemlich langweilig zu, wozu dann zum Hardcover greifen?

Und da ich jemand bin, der seine Bücher auch gerne mal in öffentlichen Verkehrsmitteln liest, sind Gewicht und Format eines Buches wesentliche Faktoren für mich. Jedes Gramm, das ich an Gewicht sparen kann, zählt. Auch deshalb hat sich das oft handlichere Taschenbuchformat bei mir durchgesetzt. 


Ein Nachteil vom Taschenbuchformat ist, dass man teils längere Wartezeiten bis zum Erscheinungsdatum in Kauf nehmen muss. So habe ich zum Beispiel in den letztem Jahren immer 12 Monate länger darauf gewartet die "The Others" Reihe von Anne Bishop zu lesen als andere, denn das Taschenbuch erschien je mit einem Jahr Verzögerung zum Hardcover. 

Oft erscheinen glücklicherweise zeitgleich mehrere Ausgaben und dann greife ich mittlerweile fast ausschließlich zum Taschenbuch. Die beiden Bücher von JD Robb, die ihr auf einem Teil der Bilder sehen könnt, waren dank Vorbestellung (Monate vor Erscheinungsdatum) nicht teurer als die großen Taschenbücher. Und da ich mal checken wollte, was der neue, amerikanische Verleger von Nora Roberts so mit ihren Büchern anstellt, habe ich in diesem Fall zum Hardcover gegriffen. Die Extras auf der Innenseite des Umschlags sind ganz nett, für mich allerdings kein Grund auch in Zukunft zu diesen Versionen zu greifen. Da müsste schon ein bisschen mehr kommen. 

Was bevorzugt ihr? 



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Freitag, 16. Februar 2018

Bitte klärt mich auf: Wie macht man aus einer Serie einen Regenbogen? Tut das dem Leserherz nicht weh?


Das Ordnen von Büchern nach der Farbe ihres Buchrückens ist seit Jahren fester Bestandteil der Bücherwelt. Immer wieder sehe ich Bilder von imposanten Bücherregalen in denen wunderschöne Farbverläufe, gerne Richtung Regenbogen, entstanden sind. Beim Betrachten dieser Bilder tauchen in meinem Kopf immer wieder die selben Fragen auf. Zum Beispiel Fragen dazu, wie in aller Welt man Bücher einer Serie, deren Buchrücken unterschiedliche Farben haben, auseinanderreißen kann. Bricht einem da nicht das Leserherz? Und wie findet man Bücher einer Serie dann wieder, wenn man sie lesen will? Wie findet man generell Bücher? Oder machen das nur Leser, die Bücher nicht erneut lesen?

Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt meiner Fragen. Ihr versteht jetzt wahrscheinlich, warum meine Bücher brav nach Genre, Autor und Erscheinungsdatum plus Serienzugehörigkeit geordnet sind, alles andere würde mich kirre machen. Die Harmonie, die ein Ordnen nach Farben ins Zimmer bringt, finde ich durchaus ansprechend, für mich ist ein Regenbogenregal aber schlicht nicht praktisch genug. Ich will (muss) all meine Bücher in einer sinnvollen Ordnung haben, sonst könnte ich wahrscheinlich keine Minute schlafen. 

Habt ihr einen Regenbogen im Bücherregal?




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Sonntag, 4. Februar 2018

Aktuell am Lesen/Hören | Unraveled + Spartan Heart + Wolkenschluss | Und ihr so?


Ein Buch nach dem anderen - eigentlich

Eigentlich versuche ich immer ein Buch nach dem anderen zu lesen, aber wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt, sieht es momentan ganz anders aus. Dass es aktuell drei Bücher parallel sind, hat vor allem damit zu tun, dass sie je in einem unterschiedlichen Format daherkommen. 


Die Bücher 



Unraveled von Lauren Dane

"Unraveled" von Lauren Dane ist der neueste zeitgenössische Liebesroman der Autorin. Das Buch war eine Vorbestellung und ist vor ein paar Tagen erschienen. Da ich die Bücher der Autorin generell mag und ich momentan nur drei ungelesene Romane zu Hause habe, habe ich nicht lange gezögert und gleich mit dem Buch begonnen. In letzter Zeit tendiere ich dazu meine Printbücher vor allem zu Hause zu lesen, ab und zu dürfen sie aber auch mit mir mitkommen, wenn ich das Haus verlasse. 

Bisher gefällt mir die Geschichte gut. Den Anfang fand ich richtig klasse, ab dem Mittelteil ist das Buch immer noch gut, aber nicht mehr ganz so stark. 


Spartan Heart von Jennifer Estep

Wenn ich im Zug unterwegs bin, lese ich ganz gerne auf dem iPad. Dieses habe ich sowieso dabei, da kann ich es auch nutzen. Und da ich das neueste Buch von Jennifer Estep schon seit ein paar Wochen besitze, habe ich endlich mit ihm begonnen. 

Würde ich die Mythos Academy Serie der Autorin nicht schon kennen, fände ich das Buch wahrscheinlich richtig klasse. So habe ich aber teilweise das Gefühl, dass die gleiche Geschichte mit leichten Veränderungen noch einmal erzählt wird. Na ja, hoffentlich werde ich das Gefühl noch los. 

Wolkenschloss von Kerstin Gier

Vor allem im Bus oder wenn ich auf dem Heimweg ziemlich müde bin, greife ich gerne zu Hörbüchern. "Wolkenschloss" von Kerstin Gier bietet bisher eine nette, wenn auch nicht komplett überzeugende, Unterhaltung und überlastet mein Gehirn nach einem langen Tag nicht. Sollte es mit meinem Hörerlebnis so weitergehen, wäre ich zufrieden, denn genau das hatte ich mir von der Geschichte erhofft. 

Was lest / hört ihr gerade?



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Donnerstag, 1. Februar 2018

Year One / Schattenmond von Nora Roberts | Wenn AutorInnen sich neu orientieren


Wenn AutorInnen etwas neues wagen

Wenn AutorInnen nach Jahren des Schreibens entscheiden sich neu zu orientieren, eine Art von Geschichte zu schreiben, die sie so noch nie geschrieben haben, kann das für den Leser sehr spannend sein. Es bringt aber natürlich auch die Gefahr mit sich, dass einem die neue Ausrichtung überhaupt nicht zusagen wird. 

Als Nora Roberts vorletztes Jahr in einem Post bekannt gab, dass ihre nächste Serie in einer apokalyptischen Welt spielen würde und sich von dem von ihr bekannten Schema entfernen würde, war ich zwiegespalten. 

Year One / Schattenmond - darum geht es

Auf der einen Seite war ich erleichtert, dass in die Serien neuer Schwung kommen würde, denn die letzten paranormalen Liebesromane schienen sich zu sehr von älteren Bücher der Autorin zu bedienen. Auf der anderen Seite war ich skeptisch, denn ich hatte auf neue zeitgenössische Liebesromane gehofft und habe mit Büchern, die in (post)apokalyptischen Welten spielen, oft so meine Probleme. 

In "Year One" geht es um
an epic of hope and horror, chaos and magic, and a journey that will unite a desperate group of people to fight the battle of their lives…
It began on New Year’s Eve.
The sickness came on suddenly, and spread quickly. The fear spread even faster. Within weeks, everything people counted on began to fail them. The electrical grid sputtered; law and government collapsed—and more than half of the world’s population was decimated.
Where there had been order, there was now chaos. And as the power of science and technology receded, magic rose up in its place. (Link zur Zitatquelle)

"Year one" ist im Dezember 2017 erschienen und ich habe das Buch mittlerweile auch gelesen. Und was soll ich sagen, ich bin immer noch zwiegespalten. :) Wie befürchtet hat nicht alles in der Geschichte für mich funktioniert, auf der anderen Seite empfand ich die neue Ausrichtung als erfrischend und durchaus faszinierend. Um die Details meines Leseerlebnisses soll es jetzt aber gar nicht gehen, dafür könnt ihr in meine Rezension zum Buch reinschauen. Vielmehr will ich noch ein bisschen darüber schreiben, was ich generell über solche Neuausrichtungen denke. 


Eine natürliche Entwicklung?

Oft werden sie gar nicht so offen und frühzeitig angekündet wie es bei Nora Roberts der Fall war, oft laufen sie schleichend ab und man merkt es als Leser erst, als man schon mittendrin steckt. Vielleicht weil sie oft gar nicht geplant sind, sondern eine natürliche Entwicklung ist? So kommt es mir zumindest manchmal vor. AutorInnen schreiben Buch nach Buch, teils bleiben sie auf altbekannten und beliebten Pfaden, teils verschlägt es sie Schritt für Schritt auf einen neuen. 

Mit derartigen Veränderungen habe ich in den letzten Jahren durchaus meine Probleme gehabt. Gerade im Bereich Liebesroman gab es kleinere, schleichende Veränderungen, die für mich teils problematisch waren. Da reicht es schon aus, wenn die Charaktere auf einmal ganz anders dargestellt werden, ein neuer Fokus auf bestimmte Charaktereigenschaften gesetzt wird. Vielleicht auch, weil das gerade gefragt zu sein scheint. 

Was bedeutet das für mich als LeserIn?

Manchmal verändert sich aber auch der Schreibstil nach und nach. In mehr als einem Fall war das in den letzten Jahren ein Grund AutorInnen nicht mehr zu lesen, da mir der neue Schreibstil nicht zusagte und zu abgehakt wirkte. 

Aber versteht mich nicht falsch, ich will kleine oder große Neuorientierungen überhaupt nicht verurteilen, denn sie gehören zu jedem Bereich des Lebens dazu. Auch ich habe ähnliches in den letzten Jahren durchgemacht, nur eben nicht als Autor. Hinter AutorInnen stecken Menschen. Menschen, deren Interessen sich im Laufe der Zeit verändern, Menschen, die ein Recht darauf haben sich auf neue Pfade zu bewegen, mal etwas zu wagen. 

Ich als Leser muss die neue Richtung nicht mögen, sie kann für mich auch richtig in die Hose gehen. Sie per se zu verurteilen steht mir meiner Meinung nach aber nicht zu. Bücher sind Angebote, manche nehme ich an, andere lehne ich ab. Manche können mich begeistern, andere lassen mich kalt. 

Beziehungen und Menschen verändern sich im Laufe des Lebens, warum sollte es mit AutorInnen, ihren Lesern und Büchern anders sein?

Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, wenn sich Autoren neu orientieren?



PS: Deutsche Übersetzungen der Schatten-Trilogie von Nora Roberts

Die deutschen Übersetzungen der Bücher werden bei Heyne erscheinen (Seriename: Schatten-Trilogie, Bücher: Schattenmond, Schattendämmerung, Schattenhimmel) Leider sind die deutschen Buchcover mal wieder zum Gähnen langweilig und geben nichts der Stimmung der Geschichte wieder, als deutscher Leser muss man manchmal wirklich hart im Nehmen sein. Auch die Titel überzeugen mich leider nicht. Die bereits veröffentlichen Kurzzusammenfassungen von Büchern zwei und drei enthalten außerdem ein paar Spoiler. Damit hätte man vielleicht noch etwas warten können. Und das sage ich als jemand, der Spoiler eigentlich liebt. 



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Montag, 29. Januar 2018

Liebesromane lesen | Charmed by the bartender von Piper Rayne + The ones who got away von Roni Loren + Man Hands von Sarina Bowen & Tanya Eby


Ich liebe Liebesromane

Liebesromane gehören nach wie vor zu meinen liebsten Büchern, vor allem zeitgenössische. Lasst uns daher heute über die Liebesromane reden, die ich in den letzten Wochen als eBooks auf meinem iPad in der iBooks App gelesen habe und die mich aus verschiedenen Gründen beschäftigt haben. 

Charmed by the bartender (The Bartender) - Piper Rayne

Begeistern konnte mich "Charmed by the bartender" vom Autorenduo Piper Rayne ("The Bartender" auf Deutsch, erschient im Ullstein Verlag). Das Buch vereint all das, was ich von Liebesromanen will

  • Charaktere, die ich mag und mir als richtige Personen vorstellen kann
  • viele lustige Momente, aber auch so einige heiße 
  • dazu ein lockerer Schreibstil 
  • plus eine Geschichte, die sich selbst nicht zu ernst nimmt
  • und natürlich ein schönes Happy End. 

Im Fokus der Trilogie stehen übrigens drei Freundinnen und deren Liebesleben. Die beiden anderen Bücher, "Hooked on the Boxer" und "Mad about the Banker", habe ich mittlerweile auch schon gelesen, sie werden als "The Boxer" und "The Banker" auf Deutsch erscheinen, und auch mit ihnen hatte ich viel Spaß. Das dritte Buch konnte mich so gut unterhalten wie das erste, im zweiten war für mich die Entwicklung der Geschichte nicht ganz so überzeugend wie im 1. und 3. Teil, Spaß hatte ich mit der Geschichte aber trotzdem. 

Solche Liebesromane lese ich gerne nach einem langen Tag um die Seele baumeln zu lassen, um abschalten zu können. "Charmed by the bartender" habe ich im Zug auf dem Heimweg angefangen zu lesen. Innerhalb weniger Minuten konnte ich den Stress des Tages vergessen und saß ganz entspannt mit einem Lächeln da. 

Piper Rayne ist übrigens der Künstlername zweier bekannter Autorinnen, welcher ist leider nicht bekannt. Das stört mich tatsächlich ein wenig, denn ich weiß gerne, von wem ich Bücher lese. 

The ones who got away - Roni Loren

Und bevor ich es vergesse, ein weiterer zeitgenössischer Liebesroman, den ich empfehlen kann, ist "The ones who got away" von Roni Loren. Das Buch ist das erste in einer Trilogie um drei Freundinnen, die ein tragisches Ereignis aus ihrer Schulzeit verbindet. Teil eins der Serie war unterhaltsam, schön geschrieben, emotional und sexy. Auf Teil zwei bin ich schon sehr gespannt. 


Man Hands - Sarina Bowen + Tanya Eby

Leider sorgen nicht alle Liebesromane in mir für wohligwarme Gefühle, "Man Hands" von Sarina Bowen und Tanya Eby konnte mich zum Beispiel nicht überzeugen. Zu viele der Entwicklungen machten keinen Sinn und schienen absurd, zu oft erschien der Humor aufgesetzt. Und platte Sprüche wie "Richtige Männer essen Fleisch" (paraphrasiert) haben die Sache nicht besser gemacht. 

Das Buch ist das erste in einer Duologie und Teil zwei spricht mich überhaupt nicht an. Selbst ich, die beim Lesen von Liebesromanen ganz gerne eine rosarote Brille trage, kann mit der Geschichte nichts anfangen, da die Charaktere schon in "Man Hands" eher wie schlechte, teils lächerliche Überzeichnungen wirkten und nicht wie tatsächliche Personen. 

Sarina Bowen hat in den letzten Jahren Bücher zusammen mit drei anderen Autorinnen geschrieben, leider funktionieren sie für mich oft nicht gut, eine Ausnahme ist die Koproduktion mit Elle Kennedy (Him & Us + WAGs). Es kann spannend sein, wenn sich zwei Autorinnen zusammen tun und gemeinsam ein Buch schreiben, wenn sich die Ideen und Schreibstile mischen. Wenn die Chemie allerdings nicht stimmt, merkt man das als Leser schnell. 

Welche Liebesromane konnten euch in letzter Zeit begeistern oder haben euch leider enttäuscht?



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