Dienstag, 21. Februar 2017

In Wellen lesen


In den letzten Monaten ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich oft nicht beständig lese. Dass es im Monat Phasen gibt, in denen ich von Büchern gar nicht genug bekommen kann, dann aber auch immer mal wieder einige Tage (bis hin zu einer ganzen Woche), in denen ich sehr wenig bis gar nichts lese. 

Vor zwei-drei Jahren hätte mich das noch kirre gemacht, heute kann ich damit sehr entspannt umgehen. Nur weil ich gerne lese und Bücher liebe, heißt das nicht, dass ich dauernd am Lesen sein muss. Lesepausen sind erlaubt und für mich sogar wichtig.

Nur so kann ich das Gelesene angemessen verarbeiten, kann danach mit frischen Gedanken und neuer Lust das nächste Buch angehen. Ganz ohne Druck, ganz ohne dass das zuvor gelesene Buch das neue überschattet. 

Ich habe mittlerweile verstanden, dass ich gerade als jemand, der recht viel liest, diese kleinen Pausen brauche. Ich muss mich nicht schuldig fühlen, nur weil ich ein paar Tage lang mal keine Lust habe ein neues Buch anzufangen. Mein Leben beinhaltet mehr als Bücher, ich habe andere interessante Hobbies, denen ich in dieser Zeit mit viel Freude nachgehe, auf die ich mich dann voll konzentrieren kann. 

Bücher haben es verdient, dass ich sie mit einem klaren, offenen Geist beginne, dass ich bereit bin ihnen eine ehrliche Chance zu geben, dass ich mit Gedanken ganz bei ihnen bin. Dabei helfen mir Lesepausen, daher empfinde ich sie mittlerweile als etwas, worauf ich mich freue. 

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Samstag, 18. Februar 2017

Am Lesen: The children of Hypnos (kostenlose Online-Serie über jugendliche (Alb)Traumjäger)

Nachdem ich "Made you up" von Francesca Zappia gelesen hatte (hier meine Rezension dazu), entdeckte ich, dass die Autorin als Vorspann für ihr nächstes Buch, "Eliza and her monsters", eine kostenlose Serie namens "The children of Hypnos" online veröffentlicht. Eine Serie über jugendliche (Alb)Traumjäger, die auf eine darauf spezialisierte Schule gehen. 

Im Fokus der Serie stehen zwei Schüler, die gezwungen werden zusammen auf die Jagd nach Albträumen zu gehen. Zwei Schüler, die einander nicht mögen und gegensätzlicher nicht sein könnten. Emery steht immer an der Spitze ihrer Klasse, während Wes stets darum kämpfen muss den Anschluss zu halten. 

In den ersten Kapiteln sträuben sich die beiden gegen die Zusammenarbeit, lernen dann aber doch, dass sie als Team stärker sind. Und müssen dabei so manch gefährliche Situation überstehen. 

Die von Francesca Zappia erfundene Welt macht bisher viel Spaß, es wird nie langweilig und ich mag sowohl Wes als auch Emery. Beide sind interessante Charaktere, sie nach außen stark, teils hart zu anderen und immer in Aktion, er eher zurückhaltend mit versteckten Talenten. 

Bisher geht es in den Kapiteln primär um die Themen Familie, Freundschaft, den eigenen Weg gehen, den eigenen Erwartungen und denen anderer genügen und natürlich verschiedene Albträume. Eine Liebesgeschichte steht nicht im Fokus. Sollte es dabei bleiben, könnte ich damit sehr gut leben. 

Verbunden mit "Eliza and her monsters" ist "The children of Hypnos" übrigens dadurch, dass es die Lieblingsserie der Hauptfigur aus dem neuen Buch ist. Ich finde die Idee so die Zeit zum neuen Roman zu überbrücken auf jeden Fall spannend und genieße es nach "Made you up" eine andere Welt der Autorin zu entdecken, eine neue Facette von ihr zu sehen. Und freue mich jetzt schon auf "Eliza and her monsters", denn das Buch hört sich unabhängig von der aktuellen Online-Serie sehr gut an. 

Eine Übersicht zu "The children of Hypnos" könnt ihr hier finden, alle bisherigen Kapitel hier

Kennt ihr weitere Serien, die online frei zur Verfügung gestellt werden?

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Sonntag, 12. Februar 2017

Ich will keine Bücher schreiben


Buchblogger schreiben Bücher, Booktuber auch, beides gehört mittlerweile irgendwie dazu. Und ich bin die letzte, die etwas dagegen hat, warum auch? 

Immer mal wieder stolpere ich im Rahmen dieser Sache über das Argument, dass es ja eine natürliche Entwicklung sei als Buchblogger/Booktuber irgendwann ein Buch zu schreiben. Und genau an diesem Punkt fangen meine Zweifel an. 

Hat man unter anderem deswegen damit begonnen über Bücher zu bloggen, weil man es liebt zu schreiben, dann ist der Schritt zum eigenen Buch nachvollziehbar. Aber trifft das denn wirklich auf jeden Buchblogger zu?

Auf mich sicherlich nicht. Ich liebe es nicht zu schreiben, ich liebe es auch nicht Videos zu drehen und doch tue ich beides. Weil ich Bücher liebe, weil ich es liebe meine Gedanken über sie in die Welt zu entlassen. Deswegen habe ich 2008 damit angefangen About Happy Books zu führen, 2011 folgte dann Bücher-lit. 

Die große Passion zum Schreiben war damals nicht vorhanden und ist es auch heute nicht. Das geschriebene Wort, später das gesprochene Wort, ist vielmehr Mittel zum Zweck um meine Gedanken mit anderen zu teilen. Nicht mehr und nicht weniger. 

Daher wäre es für mich kein logischer Schritt ein Buch schreiben zu wollen. Diese Motivation habe ich nicht, ich werde sie wohl auch nie haben. 

Aber ja, wer auch aus Liebe zum Schreiben über Bücher bloggt, für den ist der Schritt zum Schreiben der eigenen Geschichte ein durchaus natürlicher. Aber wie sieht es mit Booktubern aus? Bewusst haben sie sich für das gesprochene Wort entschieden, dagegen einen Buchblog zu führen, warum sollte der Schritt zum eigenen Buch hier logisch sein?

Nur weil ich ein Leser bin, heißt das nicht, dass ich automatisch auch ein Autor sein will. Kann sein, muss aber sicherlich nicht. Ich liebe Bücher, bin mit ihnen aufgewachsen und kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Davon geträumt ein Autor zu sein habe ich deshalb aber nie. Ich glaube auch nicht, dass mich meine Rolle als Leser und Buchlogger in irgendeiner Form dazu prädestiniert ein Autor zu sein. 

Vielleicht stehe ich deshalb so manchem Buchblogger/Booktuber-Buch, längst nicht allen, etwas kritisch gegenüber. Denn nicht immer klingen die Erklärungen schlüssig.

Selbst habe ich noch kein Blogger/Booktuber-Buch gelesen (zumindest nicht wissentlich), nicht weil ich sie generell ablehne, sondern weil mich bisher keins interessiert hat. Vielleicht könnt ihr mir ja was empfehlen.

Ich will kein Autor sein, wie sieht es bei euch aus?

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