Freitag, 15. April 2011

Wieder einmal falsch

Wieder einmal bin ich in einer deutschen Kurzzusammenfassung über einen Fehler gestolpert.
Die Synopis zu Nora Roberts neuem Buch "Im Schatten der Wälder" ("Die Suche" hätte ich als Titel übrigens bevorzugt, passt auch besser zu "The Search") liest sich gar nicht mal so schlecht, nur leider stimmt sie in einem Punkt nicht.

Klappentext
Rot wie die Liebe. Rot wie die Wut. Rot wie der Tod.
Fiona Bristow lebt als Hundetrainerin und Mitglied einer Hunderettungsstaffel auf der idyllischen Orcas Island vor der Küste Seattles. Keiner weiß, dass die Insel Fionas Refugium ist, um einen Albtraum zu vergessen. Sie ist die einzige Überlebende eines Serienkillers, der junge Frauen mit einem roten Schal erwürgte und auch Fionas Verlobten ermordete.
Mit Fionas Ruhe ist es vorbei, als der knurrige Künstler Simon mit seinem Hund Jaw in ihr Leben stolpert. Simon wollte nie einen Welpen, und definitiv will er keine Frau. Als Fiona mit Jaw trainiert und Simon lernt, sowohl Hund als auch Trainerin mehr und mehr zu schätzen, bricht die Vergangenheit in Fionas Leben ein. Fionas Verfolger sitzt im Gefängnis, aber eines ist klar: Er hat einen Schüler, draußen in den Wäldern von Orcas, der nur ein Ziel hat – den roten Schal um den Hals der Frau zu schlingen, die damals entkommen ist …

Der Teil  "Keiner weiß, dass die Insel Fionas Refugium ist, um einen Albtraum zu vergessen." stimmt so einfach nicht. Jeder auf der Insel und in Fionas Umfeld weiß von dem Verbrechen. Ihr Fall war landesweit in den Medien, Fotos von ihr und auch ihr Name wurden veröffentlicht. Sogar Simon kann sich dunkel daran erinnern. Natürlich bindet Fiona nicht jedem Fremden ihre Vergangenheit auf die Nase, ein Geheimnis macht sie daraus aber ganz bestimmt nicht.
Also nein, Fiona lebt nicht mit neuem Namen in einer Umgebung in der keiner ihre Vergangenheit kennt. Man kann den falschen Teil einfach durch "Die Insel ist Fionas Refugium um einen Albtraum zu vergessen" ersetzen und schon stimmt es.

Auch wenn es diesmal nur eine Kleinigkeit ist, nerven und stören mich solche Ungenauigkeiten doch sehr. Denn ich will mich beim Lesen nicht wundern müssen, warum das in der Zusammenfassung stehende nicht stimmt.

Kommentare:

  1. Es ist nur eine kleine Kleinigkeit, aber so was stört mich auch.

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  2. Um Bücher zu verkaufen schreiben die Klappentexter da oft einen Müll zusammen. Ist mir schon öfter passiert, dass da was stand, was im Buch ganz anders war - besonders bei Übersetzungen. LG :)

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  3. @ Safari Poet: Schön, dass ich damit nicht alleine bin.

    @KatarinaLiest: Ich frage mich in solchen Fällen immer, ob es wirklich so schwer ist etwas 5 Sätze die stimmen und sich gut anhören zu einem Buch zu schreiben.

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  4. Oh ja, das stört mich auch immer wahnsinnig - warum wird etwas behauptet, was so gar nicht im Buch steht?! Es wäre schon gut, wenn die Autoren zumindest die Klappentexte absegnen müssten, wenn sie schon am texten dafür ausgeschlossen sind.

    Einen "lustigen" Fall habe ich grad: Die Synopis von "Yelena und die Magierin des Südens" ist komplett auf Deutsch. Im Buch sind viele Begriffe aber in Englisch belassen, auch zahlreiche aus der Synopis... wobei ich mich sowieso ernsthaft frage, wieso Commander nicht als Kommandant im Buch übersetzt werden konnte.

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