Mittwoch, 20. Juli 2011

E-mail für euch #4: Das Ende zuerst lesen

E-mail für Euch ist eine Serie von Beiträgen geschrieben von meiner Schwester Patrizia und handelt von ihren Gedanken & Meinungen zu Buchthemen, die sie beschäftigen.


E-Mail für euch!

Heute soll es um eine Sache gehen, die man entweder eindeutig bejaht oder eindeutig verneint. Es geht um das Ende eines jeden Buches.

Wenn ich ein Buch zur Hand nehme, dann habe ich oft nur den Titel und noch nicht mal die Zusammenfassung auf der Rückseite des Buches gelesen. Ich fange einfach an es zu lesen und lasse mich von der Welt überraschen, die in dem Buch zu finden ist. Allerdings gibt es da einen großen Unterschied in der Lesestrategie. Ich lese das Buch von Anfang bis zum Ende. Doch meine Mutter und meine Schwester ertappe ich oft dabei, wie sie das Ende eines Buches lesen, ohne eigentlich schon bis dahin gelesen zu haben.

Ich persönlich könnte nie das Ende vorher lesen. Ich mag es einfach während der ganzen Geschichte überrascht zu werden und ich habe immer ein wenig Angst, dass mir dieser Spaß genommen werden würde, wenn ich erst das Ende lese. Meine Mutter schwört allerdings auf diese Methode. Sobald sie ein Buch anfängt, liest sie auch das Ende. Das wäre für mich undenkbar.

Ich bin mir sicher ich wäre so manche Nacht früher schlafen gegangen, wenn ich das Ende bereits vorher gewusst hätte. Aber ich finde gerade die Unsicherheit, dass das Ende vielleicht doch nicht so ist, wie man es sich wünscht, treibt mich oft dazu bis zwei Uhr nachts zu lesen, obwohl ich eigentlich um halb elf im Bett sein wollte.

Aber ich bin mir sicher, dass es auch unter euch verschiedene Meinungen gibt. Schließlich stehe ich in meiner Familie mit meiner Mutter und Sabrina gegen mich irgendwie alleine da. 
Deswegen interessiert mich, was ihr sagt? Ende vorher lesen: Ja oder Nein?

Ich lasse mich von euren Antworten überraschen!

Liebe Grüße
Patrizia

Kommentare:

  1. Stimmt, in unserer Familie sind die "das Ende zuerst Leser" in der Überzahl. Da hat es Patrizia manchmal gar nicht so leicht.

    Ich lese mittlerweile eigentlich immer das Ende eines Buches zuerst. Meistens nachdem ich die ersten Kapitel gelesen habe, aber manchmal auch ohne den Anfang gelesen zu haben. Ich weiß, dass viele Leser Spoiler verabscheuen, aber mich entspannen sie und wenn ich weiß, wie ein Buch ausgehen wird, kann ich die Geschichte viel mehr genießen.

    Ich bezeichne Typen wie meine Mutter und mich als "nervöse" Leser. Wir lieben Vorabinfo über Bücher, mögen keine Cliffhanger und auf Sachen wie Dreiecksgeschichten können wir gerne verzichten.
    Je mehr wir über ein Buch wissen, umso mehr können wir es genießen. Und wenn wir das Ende als erstes Lesen, können wir den Rest des Buches viel entspannter lesen.

    Bei Patrizia muss ich immer aufpassen, dass ich ihr nicht zu viel über Bücher erzähle. Wenn ich hingegen mit meiner Mutter rede, gehen wir auf jedes Detail ein.

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  2. Ich habe auch oft den Drang, das Ende eines Buches zu lesen, wenn ich unbedingt wissen will, wie es ausgeht. Aber ich versuche mich dann immer zusammen zu reißen, weil ich es eigentlich nicht mag, das Ende schon vorher zu kennen. Meistens klappt das auch, auch wenn es dann manchmal bedeutet, dass ich genau wie du bis mitten in der Nacht lesen muss ;-)

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  3. Ich schaue meistens auf die letzte Seite, um zu sehen, wie viele Seiten das Buch hat und versuche dabei möglichst kein Wort vom Text mitzubekommen. ;-) Mir nimmt es einen Großteil der Spannung, wenn ich weiß, wer am Ende noch lebt bzw. ob derjenige seine Ziele erreicht hat. Ich kann mich viel mehr in die Welt des Buches hineinversetzen, wenn ich nicht weiß, wohin die Geschichte führt.

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  4. Ich lese eigentlich fast immer das Ende früher als man sollte, meist gucke ich vor dem Lesen die letzte Seite an, um ja nicht von einem bescheuerten Ende überrascht zu werden. Es gibt nicht schlimmeres als kein Happy End! ^^

    Meistens habe ich auch keine Probleme mit Spoilern und Dreiecksgeschichten mag ich wie Sabrina auch nicht. Und Cliffhanger kann ich nicht ausstehen (deswegen mag ich auch keine Reihen xD). Ich lese allerdings selten den Klappentext vor dem Kaufen genauer durch, irgendwie ist er mir bei Liebesromanen weniger wichtig als einige gute Kritiken. :)

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  5. Ich bin ein Mischmaschleser. Einerseits bin ich oft auch ein anxious reader und frage lieber erst irgendjemanden, der das Buch gelesen hat, worauf ich mich da einlasse.. aber dann wieder gibt es Momente, in denen ich das einfach nicht über mich bringe und alles in der richtigen Reihenfolge lese.. Hmm. Gutes Thema - Meine Freunde dürfen jetzt vermutlich alle auf die Frage antworten, welcher Typ Leser sie sind. :D

    LG

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  6. Also ich lese nie das Ende vorher.^^ Ich liebe diese Spannung, nicht zu wissen, was passieren wird. Das macht für mich das Lesen aus, wenn die Spannung nicht mehr da ist, dann macht es doch keinen Spaß mehr, oder? Ich kenne auch niemanden in meiner Familie oder in meinem Freundeskreis, der das so handhabt. Allerdings lesen auch nicht sehr viele in meinem Umfeld. XD Das man das Ende zuerst liest, habe ich heute zum ersten Mal gehört, haha. Ich würde garnicht auf die Idee kommen.

    P.S: Du hast mich jetzt übrigens dazu gebracht, mein erstes englisches Buch zu lesen. ;-) "My Life as A White Trash Zombie" habe ich auf deiner anderen Seite entdeckt und fand deine Rezi und das Cover so klasse, da musste ich das Buch einfach haben. <3 Mal schaun, wie lange ich dafür brauche.^^ Mein Englisch ist schon ziemlich eingerostet. XD

    Liebe Grüße, Debbie

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  7. Klasse, dass es so verschiedene Typen von Lesern gibt. Ich weiß, dass viele überhaupt keine Spoiler mögen, freue mich aber auch, dass es mehr Leser wie meine Mutter und mich gibt.

    @ Lucina: Genau, ohne Happy End in Liebesromanen läuft bei mir auch nichts.

    @ Debbie: Hoffentlich gefällt dir das Buch auch so gut wie mir. Bin schon gespannt auf deine Meinung.

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  8. Ich lese nie das Ende. Das habe ich einmal gemacht und nie wieder, da ich das Buch dann nicht mehr spannend fand. Für mich ist es sehr wichtig dass das Ende spannend und oft auch überaschent ist, auch wenn mir das Ende mal nicht gefällt. Ich lese auch immer nur die Rückseite und nicht den Klappentext falls da zuviel drin steht ^^,

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  9. Ich lese das Ende eigentlich nur, wenn ich das Buch bescheuert finde. Dann überlege ich, ob ich es abbrechen soll. Und dann lese ich das Ende um herauszufinden, ob es sich für mich lohnt, das Buch weiterzulesen oder nicht.
    In 90% der Fälle entscheide ich mich dann fürs abbrechen;)

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  10. Ich lese hauptsächlich Historicals. Und wenn ich die beiden Charaktere, um die es in dem Buch geht kennengelernt habe (was meist nach spätestens 30 Seiten so ist) lese ich das Ende. Ganz schlimm ist es, wenn das Buch einen Epilog hat, denn dann muss ich die eins, zwei Seiten vor dem Epilog und den Epilog lesen. – ich spoile dann also zweimal. Manchmal ärgere ich mich auch über das Epilog lesen, denn oftmals werden da noch andere Details verraten, die während des Buches geschehen. Und ich rede hier nicht davon, ob die beiden Haupt-Charakter ein Happy End haben, denn wie schon gesagt, ich lese fast nur Historicals und sie beklommen sich IMMER am Schluss. Ich habe also noch nicht einmal eine Ausrede fürs spoilen…

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  11. @ Mareike: Wahnsinn, dass es noch jemanden gibt, der auch diese Macke hat bei einem Buch zu gucken, wie viele Seiten es hat. Das ist tatsächlich immer eine der ersten Sachen, die ich bei einem Buch nachschaue. Und dabei bin ich dann ähnlich bestrebt wie du, ja kein Wort von der letzten Seite aufzuschnappen.

    Und sonst kann ich nur sagen: Ich verstehe es auch schon, wenn man das Ende liest. Aber das ist wahrscheinlich einfach Teil der ganz persönlichen "Lesetaktik". Für mich funktioniert es einfach ohne das Ende und meine Schwester macht es umgekehrt. Aber manchmal ist das dann schon etwas kompliziert, wenn sie anfängt mich zu fragen, ob eine bestimmte Sache in dem Buch schon passiert ist und dann versuche ich mir immer ganz schnell die Ohren zuzuhalten, damit ich keine Spoiler höre. So unterschiedlich kann die Lesewelt sein :)

    lg Patrizia

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  12. Hm. Ich fange meistens ein Buch an und spinne schone einmal rum, wie es ausgehen könnte und bin ganz nervös. Häufig lese ich dann immer den letzte Satz oder Absatz und spinne dann erst recht rum, was das zu bedeuten hat. Meine Mutter stört das nicht mehr, sie nimmt mir das Buch immer weg und liest es mir vor. Eine Freundin dagegen reißt mir das Buch regelrecht aus der Hand, als sei dies eine Todsünde Oo

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  13. Ich würde niemals das Ende zuerst lesen. Bei Liebesromanen wäre das ziemlich witzlos, da man ohnehin weiß, dass sie sich kriegen, und bei allen anderen Büchern würde ich mir damit die Spannung nehmen. Ich meine, warum sollte ich z.B. einen Krimi noch lesen, wenn ich von Anfang an weiß, wer der Mörder ist?

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  14. Ich lese immer zuerst das Ende vom Buch. Ich gucke sogar bei Krimis als erstes nach, wer der Mörder ist. Es ist einfach mein Tick, es so zu machen, und schmälert auch nicht mein Vergnügen am Buch.

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  15. Also Ich kann nicht einfach frühzeitig das Ende eines Buches lesen. Ich lese ja auf ein unbekanntes Ende hin und wenn ich dieses bereits kenne, fehlt mir eine gewisse Spannung und für mich hat gerade das Ungewisse des möglichen Geschichtsverlaufs etwas, auch wenn ich nicht jedes Ende gleich gerne sehe. Ich bin mir sicher ich hätte manche sehr gute Bücher garnicht gelesen, hätte ich das Ende schon gewusst und das wäre eigentlich sehr Schade gewesen, man kann manchen Büchern sehr viel abgewinnen, ob man nun mit allem einverstanden ist oder nicht.

    Die unterschiedichen Herangehensweisen beim Lesen sind finde ich sehr interessant ^^
    Also ich gehöre auch zu den Lesern die bei einem Buch auf die letzte Seite blättern um auf die Seitenanzahl zu spähen, dabei aber bewusst den Text ignorieren.

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  16. Das Ende zu erst zu lesen geht für mich gar nicht :D Da ist dann doch die ganze Spannung dahin. Ich schaue immer mal wieder, wie viele Seiten das Buch hat, aber dabei vermeide ist es die Seite zu lesen. Ich weiß nicht... das ist irgendwie, als würde man bei einem Film zuerst das HappyEnd ansehen und ihn dann gucken - das macht doch auch keiner ;)

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  17. Da sind die "Ende nicht zuerst Leser" dann wohl doch in der Mehrheit, habe ich eigentlich auch so erwartet.
    Im Endeffekt ist es doch super, dass jeder ein Buch so lesen kann, wie es für ihn am Besten ist. Read and let read :)


    @ SusiB: Willkommen im Club.
    Ich gucke bei Filmen immer wie sie ausgehen bevor ich sie schaue und bei Krimis will ich natürlich auch gleich wissen, wer der Mörder ist.

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