Mittwoch, 28. September 2011

E-Mail für Euch #12

E-mail für Euch ist eine Serie von Beiträgen geschrieben von meiner Schwester Patrizia und handelt von ihren Gedanken & Meinungen zu Buchthemen, die sie beschäftigen.


E-Mail für Euch: Der Laden um die Ecke

Für alle, denen dieser Ausdruck nicht bekannt ist. Der „Laden um die Ecke“ ist ein Kinderbuchladen im Film „E-Mail für dich“ mit Tom Hanks und Meg Ryan. Ein Film, der in unserer Familie immer wieder gerne geguckt wird. Doch der „Laden um die Ecke“ muss schon bald geschlossen werden, weil in der Nähe eine große Büchereikette namens „Fox-Books“ aufmacht. Da sind die Bücher natürlich billiger und die Leute können sogar Kaffee trinken, während sie nach Büchern stöbern.

Doch wie ist das eigentlich mit uns? Gehen wir noch in die Buchhandlung unseres Vertrauens, um nach Büchern zu schauen oder erledigen wir das nur noch in größeren Ketten? Oder ganz anders: Ist der Postbote mittlerweile zu unserem einzigen Nachschublieferer geworden?

Gerade als ich in Brüssel war habe ich den ein oder anderen kleineren Laden gesehen, der mich wirklich einfach verzaubert hat. Und es gibt einfach einen wundervollen Flair in solchen kleinen Läden. Aber wenn ich an Passau denke, wüsste ich gar keinen kleinen Laden. Es gibt zwei große Bücherläden (Thalia und Pustet) und das war es. Trotzdem mag ich es ab und an, einfach mal durch den Laden zu schlendern und zu schauen, was ich alles entdecke. Doch den Großteil meiner Bücher bekomme ich über das Internet. Es ist auch einfach so verlockend einfach: Man kann so lange suchen wie man will, sich Rezensionen dazu durchlesen und muss nicht mal vorzeigbar aussehen um „einkaufen“ zu können. Sollte ich mich jetzt also als faul bezeichnen oder ist das Internet nicht vielmehr eine Erweiterung der Auswahl - schließlich gibt es keinen Buchladen, der wohl all die Bücher anbieten könnte, die man sich im Internet besorgen kann.

Also: Wie seht ihr das? Vermisst ihr es vielleicht manchmal doch in einen kleinen Laden zu gehen und von jemandem richtig gut beraten werden zu können? Oder findet ihr, dass das Internet uns nur positive Seiten gebracht hat?

Liebe Grüße
Patrizia

Kommentare:

  1. Schönes Thema!
    Wir haben in unserer Stadt noch ein paar von diesen kleinen Buchläden Typ 'Laden um die Ecke'. Wenn ich deutsche Bücher kaufe und die Zeit dafür habe, versuche ich diese in einem solchen Laden zu kaufen - einfach damit es irgendwann nicht nur noch Amazon, Thalia & Co. gibt und die Vielfalt der Buchhandlungen bestehen bleibt.
    Bei englischsprachigen Büchern funktioniert das nicht - die sind im Laden so teuer, dass man über TBD oder Amazon einfach besser bedient ist.
    Es ist natürlich praktisch übers Internet zu bestellen - geht schnell, liefert nach Hause und auch noch kostenlos. Wenn im Buchladen das Buch nicht vorrätig ist, muss man zweimal hin oder vorab anrufen. Ist also mit etwas Geduld oder Aufwand verbunden. Manche Buchläden sind es aber dennoch Wert:-).

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  2. Da ich auf dem Land lebe und das nächste Geschäft mit Büchern nur mit dem Auto zu erreichen ist (15km einfache Fahrt), bestelle ich sehr viel über das Internet. Natürlich auch weil ich fast nur auf Englisch lese und wie Nia schon sagt, da ist die Auswahl online größer und der Preis meist kleiner.

    Wenn ich in der Stadt bin schaue ich auch ab und zu mal im Hugendubel und in den Buchhandlungen am Bahnhof rein, aber richtig Charme wird da nicht versprüht.

    Meine Lieblingsbuchhandlung gibt es gar nicht mehr. In Gießen gab es vor der Thalia die Ferbersche Buchhandlung. Diese war zwar groß und doch gab es viele gemütliche Ecken und Nischen. Dort habe ich immer gerne nach Büchern gestöbert und die Mitarbeiter konnten mir auch immer gut helfen. Die großen Buchketten scheinen mir alle sehr ähnlich und sehen mehr nach Kaufhaus als nach Buchgeschäft aus.

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  3. Schwierig, schwierig. Ich finde, beides hat seine guten und schlechten Seiten.
    Ich gehe so gerne in einen Bücherladen, um ein bisschen zu stöbern. Leider gibt es in meiner Stadt auch nur noch hauptsächlich große Ketten, aber in London war ich einigen Second-Hand-Buchläden, die ich ganz, ganz toll fand.
    Zum Stöbern ist mir glaub ich wirklich der echte Buchladen am liebsten. Ich mag es einfach die Bücher auch in die Hand zu nehmen.
    Schulbücher und Lektüre für die Uni bestell ich eigentlich nur noch im Internet. Meine Fachbücher sind eh nie im Laden vorrätig und dann ist es einfach einfacher ;)

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  4. Ich bin da recht verwöhnt. In meiner Stadt gibt es noch so einen kleinen, vollgestopften Laden. Natürlich gibt es auch die großen Ketten wie Weltbild, Hugendubel und Thalia, allerdings besuche ich die recht selten. Das liegt aber eher daran, das sich diese Läden allesamt in großen Einkaufszentren befinden und ich mag keine Zentren. Nur Pustet und Jokers befinden sich in der Altstadt und werden öfter von mir besucht.
    Neben dem kleinen, vollgestopften Laden habe ich hier auch noch zwei mittelgroße, unabhängige Buchhandlungen, die ich auch recht häufig besuche.

    Deutsche Bücher kaufe ich deshalb fast nur vor Ort. Englischen Bücher kaufe ich aber fast nur im Internet.

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