Donnerstag, 27. September 2012

Bitte melde dich! Leseranfragen an Verlage

In den letzten Wochen habe ich über Anfragen bei Verlagen, gemeint sind keine Anfragen wegen Leseexemplaren, sondern ganz "normale" Anfragen von Lesern, und die Antworten darauf nachgedacht. Anlass dafür ist, dass ich schon so manches mal Fragen wegen Büchern an Verlage gemailt habe, aber nur auf etwa die Hälfte der E-Mails auch tatsächlich eine Antwort bekommen habe. Die E-Mails habe ich dabei fast immer ohne Hinweis auf meinen Blog abgeschickt, ich habe also wirklich als ganz normaler Leser gemailt.

Ich kann mir natürlich gut vorstellen, dass Verlage oft knapp besetzt sind und die Mitarbeiter auch mehr als genug zu tun haben. Darum soll es in diesem Post auch gar nicht gehen.
Ich frage mich, ob man es sich heutzutage als Unternehmen (Verlag) auf Dauer leisten kann Kundenanfragen (Anfragen von Lesern) teilweise zu ignorieren. Als Kunde erwarte ich mittlerweile eine zügige und freundliche Beantwortung meiner Fragen. Und da ist es mir eigentlich egal, welches Unternehmen ich anschreibe. Wenn man eine Adresse zur Kontaktaufnahme zur Verfügung stellt, ist die Beantwortung von Kundenanfragen eine logische Konsequenz und für mich ein Muss. Und auch wenn man mal kritische Anfragen an Verlage schickt, oder Verlage auf eine fehlerhafte Übersetzung hinweist, so erwarte ich schon eine kurze Antwort darauf.

Seht ihr das genauso? Erwartet ihr, dass eure Kundenanfragen auch beantwortet werden? Und was sind eure Erfahrungen mit "normalen" Leseranfragen bei Verlagen?


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Kommentare:

  1. Ich werde mal diesen Artikel zum Anlass nehmen und bei den Verlagen nachfragen. Ich werde auf der Messe einige Verlage interviewen. Auch mir sind ein paar Verlage noch Antwort schuldig, dass was ich schade finde. Aber mein Blog ist noch klein, aber vielleicht liegt es daran. Umso mehr freue ich mich über die positiven Antworten. Unbeantwortet Mails sind immer doof. Auch wenn man nur eine Standardantwort bekommen würde, wenn hätte man ja wenigstens Resonanz erhalten.

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    1. Ich bin schon auf deine Antworten von der Buchmesse gespannt.

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  2. Ich frage nicht allzu oft bei Verlangen an; wenn geht es meist um Erscheinungstermine oder ob eine Reihe übersetzt werden soll und wann damit zu rechnen ist. Bisher habe ich, zumindest bei den deutschen Verlagen, recht gute Erfahrungen gemacht. Zwar dauerte die Beantwortung immer einige Tage, da es aber auch keine dringenden Dinge waren, finde ich das nicht allzu schlimm. Verlagen (und Autoren) geb ich da gerne ein bisschen Zeit, auch wenn ich mich über eine schnelle Beantwortung mehr freue.
    Mein Negativbeispiel ist eigentlich HarperTeen, bei denen ich eigetlich nur angefragt hatte, warum sie das Cover von "Deadly Cool" geändert haben. Die Änderungen waren nur sehr geringfügig, aber dennoch eher negativ, was ich auch in der Mail schrieb - ganz sachlich war sie also nicht, aber wegen einer enttäuschten Meinugn über ein Cover nicht antworten? Ich hatte sie per Mail und Twitter angeschrieben, eine Reaktion kam aber nie. Am Ende hab ich der Autorin die Frage gestellt, und sie konnte mir ein bisschen weiterhelfen.

    Rein grundsätzlich fände ich eine kleine Reaktion schön. Es muss ja nicht mal ein Roman zurückgeschrieben werden, manchmal reicht doch auch ein kleines Dankeschön. So aber sieht man, dass die Mail gelesen wurde (vorausgesetzt es ist keine automatische Antwort) und kann zumindest davon ausgehen, dass der Hinweis nicht ignoriert wird. Bei einer richtigen Frage - und sei sie noch so trivial - muss natürlich eine Antwort her, immerhin kommuniziert man hier mit potentiellen Kunden. Und wenn man auf der Website keine Hinweise hinterlässt, muss man eben mit solchen Fragen rechnen.

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    1. Sehe ich genauso. Fragen von potentiellen Kunden sollte man eigentlich immer zeitnah beantworten.

      Das HarperTeen dir nicht geantwortet hat ist schon sehr schade, vor allem weil die Frage ja einfach zu beantworten war. Bei mir waren es übrigens bisher alles Anfragen an deutsche Verlage, ich habe aber auch noch keine an ausländische Verlage gestellt.

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    2. Andererseits haben sie auch nicht allzu viel zu verlieren; einige werden nicht wirklich die Möglichkeit haben zu sagen, dass sie vom Verlag dann einfach keine Bücher mehr kaufen.

      Mich hat es auch sehr überrascht, dass da keine Antwort kam. Die Frage war ja nicht mal verfänglich.
      Haben die Verlage nicht eigentlich immer jemanden, der für die PR etc. zuständig ist? Ist natürlich leicht zu sagen, dass sich da noch wer drum kümmern soll, aber so wie's ist, geht's ja auch nicht immer.

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    3. Dass mit dem nicht allzu viel zu verlieren habe ich mir auch schon gedacht, im Endeffekt schaut man beim Kauf eines Buches ja nicht unbedingt zuerst auf den Verlag. Andererseits kann es auch nicht im Interesse eines Verlages liegen, dass seine Kunden sich ignoriert fühlen.

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  3. Ich habe es auch schon häufig erlebt, dass Verlage nicht antworten. Bei den kleineren Verlagen ist das etwas anderes, aber bei den großen herrscht oft Schweigen. Bei mir hinterlässt das immer einen negativen Eindruck, denn ich finde auch, dass man seine Kunden ernst nehmen sollte. Anders ist es, wenn man z.Bl bei Twitter oder Facebook eine Frage stellt, da gibt es häufiger eine Antwort. Ich denke, das hängt dann damit zusammen, dass vielleicht der Druck größer ist, weil es öffentlich ist.

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    1. Das auf Facebook und Twitter schneller und häufiger Antworten kommen hat mir heute schon einmal jemand gesagt, also werde ich in Zukunft wenn möglich darüber meine Fragen stellen. Ich bevorzuge zwar eigentlich E-Mail, aber gut.

      Richtig, jeder Kunde mag doch das Gefühl ernst genommen zu werden. Und ein Verlag sollte ja eigentlich auch an der Meinung seiner Kunden interessiert sein.

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  4. Ich schreibe, wenn, dann auch ohne Angabe von meinem Blog. Es gibt Verlage, die antworten immer, was mich ungemein freut. Da man ja weiß, dass sie viel zu tun haben, schreibt man ja auch nicht jeden Tag. Es gibt aber leider Verlage, die antworten nie, auf keinem Weg, nicht per Mail, nicht per FB oder Twitter. Andere sind sogar so, dass sie erst gar keine Möglichkeit aufzeigen, dass man sich melden könnte (z.B. einfach eine Mailadresse angeben).
    Am seltsamsten ist es bei einem großen Verlag, den ich bisher in zwei Jahren nur drei Mal angeschrieben habe und jedes Mal auf meine, meist wirklich winzige Frage, keine Antwort erhielt, aber nach einer Weile ein Buch des Autors, zu dem ich angefragt hatte (und das ich einmal schon hatte). Darum kann es sein, dass man vielleicht in irgendwelchen Listen steht? Ich unterschreibe eigentlich nur mit Namen. Nun ja, ich schreibe diesen Verlag nicht mehr an, weiß aber auch nicht, an wen man sich sonst so wenden sollte. An die Autoren selbst wäre eine Möglichkeit, aber die sind dann auch irgendwann ausgelastet.

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    1. Bei mir sind es interessanterweise auch eher große Verlage, die nicht antworten. Bei kleineren habe ich bisher immer schnell eine Antwort bekommen.
      Auf der Suche nach Kontaktadressen ist mir auch schon aufgefallen, dass einige Verlage ihre E-Mail-Adressen schon fast verstecken, so etwas kann ich in der heutigen Zeit nicht verstehen. Klar bedeuten mehr Anfragen auch mehr Arbeit, aber das gehört für mich zum Kundenservice dazu.

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