Sonntag, 31. August 2014

Das muss ich unbedingt mal lesen

Es gibt Bücher, die muss ich irgendwann unbedingt mal lesen, das sage ich mir zumindest selbst. Oder wenn schon nicht bestimmte Bücher, dann wenigstens ein Buch eines bestimmten Autoren. In meinem Kopf gibt es daher eine "Das muss ich unbedingt mal lesen"-Liste mit einer Reihe von Buchtiteln und Autoren. Oft kann ich gar nicht genau sagen, warum ich die Bücher eigentlich lesen will, manchmal habe ich aber auch eine ganz genaue Vorstellung von dem Grund. Manchmal sind es von anderen geliebte Bücher, deren Magie ich auch gerne erleben möchte, manchmal spricht mich auch etwas an den Büchern an, ohne dass ich es in Worte fassen könnte. Man hat dann dieses unbestimmte Gefühl und weiß, dass man ihm folgen muss. 

Manchmal komme ich recht schnell dazu ein Buch zu lesen, manchmal dauert es Jahre. Ich entscheide nach Gefühl, wann es für welches Buch endlich mal Zeit wird, manchmal verschwinden auch Bücher oder Autoren von der Liste, ohne dass ich sie je gelesen habe, auch hier verlasse ich mich wieder auf mein Lesegefühl, dies weiß es meistens am besten.

Auf meiner Liste stehen Autoren, die vor Jahrhunderten gelebt haben und deren Bücher als Klassiker bezeichnet werden, aber auch moderne Autoren aus den verschiedensten Genren finden auf meiner Liste Platz. Mit geht es nicht um die Wichtigkeit eines Werks, sondern meist um die Befriedigung einer gewissen Neugier, manchmal muss man wissen, was sich hinter einem Autoren versteckt. 

Manchmal liebe ich die Bücher von dieser "Das muss ich unbedingt mal lesen"-Liste, manchmal aber auch nicht. Manchmal verstehe ich ihren Reiz auf andere Leser überhaupt nicht, manchmal verliebe ich mich Hals über Kopf, es ist immer sehr spannend.

Als letztes habe ich übrigens den Namen John Green von dieser Liste gestrichen, seit Jahren wollte ich endlich mal etwas von ihm Lesen, auch wenn mich eine innere Stimme immer warnte, dass die Bücher nichts für mich sein werden. Vor kurzem habe ich diese Stimme endlich ignoriert und "The fault in our stars" und "An abundance of Katherines" gelesen, das erste Buch war für mich ok, das zweite mochte ich überhaupt nicht. In beiden Büchern kamen mir die Charaktere, Emotionen und Beziehungen leider ziemlich blass vor, außerdem mochte ich die beiden männlichen Protagonisten so gar nicht, man kann also sagen, dass die Chemie zwischen Autor und Leser in diesem Fall leicht gestört war. :) 
Meine innere Stimme hatte im Endeffekt also den richtigen Riecher. Und trotzdem bin ich froh, dass ich die beiden Bücher gelesen habe, denn ich hätte mich ja auch auf Anhieb in sie verlieben können.  Mag ich ein Buch nicht, geht die Welt nicht unter, aber immerhin ist auf meiner Liste jetzt wieder  ein Platz freigeworden, mal sehen, wer diesen einnehmen wird. 

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    so eine Liste habe ich auch. Aktuell versuche ich sie übersichtlich zu halten, indem ich sie offiziell auf dem Blog führe. Aber im Kopf werden neben Klassikern auch immer mal wieder zeitgenössische Autoren hinzugefügt. John Green habe ich diesem Monat auch eine Chance gegeben und "Eine wie Alaska" und "Margos Spuren" gelesen. Ich befürchte, dass ich eindeutig nicht die Zielgruppe bin. Die Bücher erscheinen mir recht schwach und schematisch. Aber immerhin kann ich den Autor - wie du - nun von meiner Liste streichen. ;)
    Liebe Grüße
    Mareike

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    1. Ich gehöre wohl auch nicht zur Zielgruppe, obwohl ich YA ja eigentlich wirklich gerne lesen. Ich denke, bei John Greens Büchern muss man sofort einen Draht zu den Charakteren haben, fehlt der, wird es mit den Büchern ganz schwer.

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  2. Ja das kenne ich, wobei sich das mit den Jahren bei mir weit gelichtet hat, zum Teil weil ich die Werke/Autoren irgendwann mal zumindest angelesen habe, wenn schon nicht gelesen, oder eben einfach weil vieles herausfällt da sich der Lesegeschmack ändert oder eben die Erfahrung zeigt das es nicht auf der selben Linie mit einem liegt (zum Beispiel das nach der Bibel wohl zweithäufigste Haushaltsbuch: Die Buddenbrooks).

    Ah, der berühmte John Green, ich kann seinen Erfolg auch nicht wirklich nachvollziehen, allerdings ist er ja auch nicht Teil meiner Generation, weshalb ich es nicht muss, he-he.
    Ich hatte jedoch das Glück, oder Unglück je nachdem, sein Paper Towns (dt.: Margos Spuren) bei einer Auslosung zu gewinnen und ging damals ob des allseitigen Lobs für sein Werk mit hohen Erwartungen daran - Tatsache ist das ich weder seine Personenzeichnungen (vor allem "Held" Q lag mir spontan quer) noch den Sprachstil seiner Charaktere nachvollziehen kann, und die Tiefe seine Botschaft, nun die muss sich wohl in der Tiefe verloren haben für mich. :)
    Unterm Strich ein Autor den man Lesen kann aber nicht muss, er ist da für mich weit davon entfernt die literarische Offenbarung sein als die er oft gefeiert wird.

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    1. Es ist interessant zu sehen, dass andere Leser auch solche Probleme mit John Greens Helden haben wie ich, scheinbar liebt man sie entweder oder würde sie am liebsten aus dem Buch streichen.

      Ich weiß gar nicht, wie der Hype um die Bücher von Green überhaupt entstanden ist, plötzlich war er überall und jeder schien seine Bücher zu lieben. Aber gut, ich habe auch schon stark gehypte Bücher gelesen, die mich verzaubert haben, Hype an sich sehe ich deswegen gar nicht als schlimm an. Manchmal passt die Chemie zwischen Autor und Leser schlicht nicht.

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  3. Mir geht es wie dir, ich bin eine sehr neugierige Leserin. :D Aber ich gehöre auch zu den Lesern, die sehr an den Büchern interessiert sind, die enge Freunde mögen, auch wenn sie auf den ersten Blick gar nicht interessant erscheinen. Immerhin lernt man dadurch den Geschmack von Freunden kennen und hin und wieder wird man auch ganz schön von den Büchern überrascht! :)
    Übrigens: Ich liebe deine Posts! :D

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    1. Ich liebe es auch Bücher zu lesen, die Freunde mögen, auch wenn von alleine nie zu ihnen gegriffen hätte. Dadurch bleibt mein Lesealltag spannend und ich wage auch mal etwas.

      Danke. :)

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