Montag, 30. März 2015

Bücher + Minimalismus, eine gute Kombination

In meinem Leben hat sich in den letzten Monaten so einiges getan, ich habe mich mit praktisch allem, was ich besitze, auseinandergesetzt, habe überlegt, ob ich die Sachen wirklich brauche oder sie sehr mag. Angespornt durch die Gedanken des Minimalismus nur das zu besitzen, was man wirklich braucht oder mag, habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert, habe ich mich von ein paar Dekogegeanständen, Schmuck und anderem getrennt. Ich besitze immer noch mehr als genug, aber insgesamt weniger und fast nur noch Lieblingssachen. 

Bei meinen Büchern hat sich interessanterweise gar nichts verändert, denn hier folge ich schon seit schätzungsweise drei Jahren dem Gedanken des Minimalismus, ich behalte also nur das, was ich liebe. Vor drei Jahren hatte ich von Minimalismus noch keine Ahnung, ich wusste aber, dass ich in meinem Bücherzimmer nur noch die Bücher stehen haben wollte, die mir gefallen haben. Also sortierte ich massiv aus, um die 200 Bücher (vielleicht sogar mehr) mussten gehen.
Ich besitze immer noch sehr viele Bücher und so wird es auch bleiben, es ging mir gar nicht darum zwanghaft die Anzahl zu verringern. Jedes Buch in meinem Bücherzimmer ist eines, das ich gerne gelesen habe, das ich potentiell noch einmal lesen würde, zahlreiche Bücher habe ich tatsächlich schon zig mal wiedergelesen. Es fühlt sich verdammt gut an ein Bücherzimmer voll mit in meinen Augen guten Büchern zu haben.




Auch bei meinen TBR (SuB) Büchern hat sich etwas getan, ich habe ihre Anzahl insgesamt verringert, bei Ebooks bin ich bei unter zehn, bei Printbüchern habe ich ein Regalbrett voll und damit etwas 20-40 Bücher weniger als zu Höchstzeiten. Mit beiden Mengen kann ich hervorragend leben, denn durch ist sichergestellt, dass ich alle noch ungelesenen Bücher auch wirklich in den nächsten Wochen/Monaten lesen werde. Dies ist mir mittlerweile sehr wichtig, denn Bücher sind zu schade um sie jahrelang ungelesen im Schrank stehen zu haben (ich spreche da aus Erfahrung). 

Sieht man Minimalismus nicht als strikte Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Gegenständen oder als komplette Konsumverweigerung, sondern als Beschränkung auf das, was man braucht und was einen glücklich macht, was man liebt, dann hat er in meinem Leben tatsächlich ganz unbewusst mit meinen Büchern angefangen, gerade mit den Objekten, die mir sehr viel bedeuten. Ich habe also da angefangen mein Verhalten zu verändern, wo meine Gefühle stark involviert sind, erst Monate später machte ich mich an Kleidung und Co. heran, dann aber nicht mehr unbewusst motiviert, sondern nach einem ganz bewussten Denkprozess. 

Auch wenn man es meinem Bücherzimmer vielleicht nicht auf Anhieb ansehen mag, eine Form von Minimalismus lebt trotzdem in ihm und ich fühle mich damit sehr wohl. 

Welche Bücher dürfen bei euch zu Hause bleiben? Alle? Nur eure Lieblinge? Keine? Und wie geht ihr mit euren ungelesenen Büchern um, habt ihr da ein gutes System für euch gefunden?

Kommentare:

  1. Ich behalte auch nicht mehr alle Bücher und vermeide Neuzugänge bzw. entscheide ich mich nun immer öfter für das E-Book Format oder leihe mir das Buch. Trotzdem ist mein SuB riesig und nicht mehr zu bewältigen. Ungelesene Bücher behalte ich aber auf jeden Fall, verleihe sie aber auch an Freunde. Ich habe schon jetzt ein riesen Platzproblem und unlängst erst viele meiner gelesenen Bücher ausgemistet. Meine absoluten Lieblingsbücher behalte ich momentan noch. Ich überlege aber schon, alle wegzugeben und sie mir für einen eventuellen reread dann einfach aus der Bibliothek zu leihen oder dann das E-Book zu kaufen. Ich möchte generell nach und nach auf das E-Book umsteigen. Vor allem englische Titel sind da viel preiswerter. Ich liebe es zwar, ein echtes Buch in der Hand zu halten, kann aber gut damit leben, wenn dieses geliehen ist. Mittlerweile muss ich nicht mehr jedes Buch selbst besitzen. Früher konnte ich mich auch sehr schwer von Büchern, Kleidern oder DVDs trennen. Heute muss ich sagen, dass mir das eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist. Hauptsache ich kann ein Buch lesen, eine DVD sehen - muss sie aber nicht im Schrank stehen haben. Seien wir doch einmal ehrlich: Wie oft sieht man sich eine DVD zweimal oder öfter an oder liest ein Buch mehrmals? Ich kann natürlich da nur für mich sprechen, muss mir aber eingestehen, dass so etwas bei mir selten vorkommt. TV-Serien sehe ich mir manchmal ein zweites Mal an, Filme aber eigentlich so gut wie nie.

    Liebe Grüße :)

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    1. An Platz mangelt es mir glücklicherweise nicht, das macht die ganze Sache natürlich recht entspannt für mich.

      Bücher besitze ich nach wie vor sehr gerne, ich lese aber auch wirklich Bücher gerne mehrmals, entweder ganz oder auch nur in Ausschnitten. Auch wenn ich mich generell von vielen Dingen in meinem Leben lösen konnte, da sie mir nicht so viel bedeutet habe, bei den Büchern ist nach wie vor das Gegenteil der Fall. Sie zu besitzen macht mich tatsächlich glücklich und deswegen bleiben meine Bücher bei mir. :)

      Ich finde es spannend, dass du nach und nach dann lieber auf Ebooks umsteigst, für mich sind und bleiben E-Books nur die zweite Wahl, mir macht es wesentlich mehr Spaß ein Printbuch in den Händen zu halten als auf einem elektronischen Gerät zu lesen. Glücklicherweise haben wir ja zwischen beidem die Wahl und hoffentlich wird das auch immer so bleiben.

      LG

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  2. Ein sehr schöner Beitrag, den ich so unterschreiben kann.
    Ich bin jetzt umgezogen und sortiere in dem Falle bei mir auch rigoros aus. Bei meinen Büchern fahre ich aber auch schon seit langer Zeit das Prinzip des Minimalismus und ich tu gut daran. Da halte ich es ähnlich wie Du: Bücher, die informativ sind und die ich als lesenswert einstufe, behalte ich. Da ich auch ein Sammler seltener oder hochwertigerer Bücher bin, finden aber auch diese bei mir ein Plätzchen und ich sammle von Autoren signierte Exemplare. Und so tummeln sich auch noch genug Bücher in meinem Regal - aber eben eine von mir genau ausgewählte Menge.

    Liebe Grüße an Dich!

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    1. Bei Büchern kann man mich wohl ganz allgemein als Sammler beschreiben, solange es bei der einen Sache bleibt und ich mich auf die Bücher konzentriere, die ich wirklich mag, macht das für mich einen Sinn und bereichert mein Leben.

      Wirklich seltene Bücher besitze ich nicht, von einigen Klassikern würde ich aber schon gerne welche haben, wenn man Büchern ihr Alter und ihre Geschichte ansieht, hat das für mich schon etwas.

      LG

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  3. Vorneweg: gegen ein komplettes Bücherzimmer hätte ich auch nichts einzuwenden. :D
    Momentan besitze ich um die 89 - 90 Bücher, wenn es nach mir geht, können es aber gerne noch mehr werden. Ich achte aber schon darauf, welche Bücher ich mir kaufe und versuche mich auf Bücher zu beschränken, die ich auch nach dem Lesen behalten will. Bei Büchern, bei denen ich mir unsicher bin, ob sie mir gefallen oder nicht, versuche ich zunächst, sie auszuleihen (Bücherei, Freunde...), um so einem Fehlkauf aus dem Weg zu gehen. Bis jetzt klappt das auch noch ganz gut...

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    1. Das hört sich nach einem super System an, ich bin beim Bücherkauf mittlerweile auch vorsichtiger als noch vor einigen Jahren, dadurch fallen natürlich auch weniger Bücher an, die ich nicht behalten will.

      LG

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  4. Hai, ich schon wieder :D
    Mann, du hast echt eine tolle Einstellung durchs Leben zu gehen, das ist echt bewundernswert! Durch deinen Post überlege ich nun auch, ob ich nicht ein minimalistisches Bücherregal haben sollte. Denn ein eigenes Bücherzimmer besitze ich leider nicht, das wäre auch zu schön um wahr zu sein - außer bei dir :D. Und da bei mir sowieso extremer Platzmangel mit meinen Büchern herrscht (da ich keinen weiteren Platz für Regale habe, bin ich nun zu schwebenden Bücherregalen an der Wand übergegangen, aber das ist auf Dauer ja auch keine Lösung), sollte ich es wirklich mal versuchen mich von einigen zu trennen.
    Das habe ich schon mal versucht aber herausgekommen sind nur 6 Bücher, die ich wirklich nicht leiden konnte und da ich sie nicht loswerden konnte habe ich sie dann wieder behalten, weil einfach zum wegschmeißen sind sie mir dann zu schade.
    Es ist schon komisch, bei allem anderen kann ich mich schnell und unkompliziert von unbedeutenden Dingen trennen, solange das Platz für meine Bücher schafft :D Ich denke ich habe da ein ernsthaftes Problem.
    Ich halte dich auf dem Laufenden über meine Fortschritte eines minimalistischen Bücherregales. :D
    Bis dahin Liebe Grüße, Jessi

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    1. Bücher sind bei mir auch die große Ausnahme, das Aussortieren von Kleidung, die ich im Endeffekt nur selten bis nie getragen habe, fiel mir sehr leicht, bei meinen Büchern kann ich mich aber wirklich nur von denen trennen, die ich nicht mochte, die anderen gebe ich nicht her. Und da will ich an meinem Verhalten auch nichts verändern.

      Platz für Bücher zu haben ist natürlich ein Luxus, den ich mittlerweile sehr schätze. Vielleicht findest du ja noch eine gute Lösung für deine Bücher, denn welche auszusortieren, die du eigentlich behalten willst, kann ja eigentlich auch keine Lösung sein.

      LG

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