Samstag, 25. April 2015

Ich will dich lieben

Manchmal liest man Bücher und will sie unbedingt lieben, vielleicht weil man den Autoren sympathisch und unterhaltsam findet, vielleicht weil Buchfreunde von den Büchern geschwärmt haben und man die gleichen, tollen Erfahrungen beim Lesen machen will oder weil das Buch von vielen als genial beschrieben wird. 

Alle drei Varianten habe ich bereits erlebt und werde sie bestimmt auch in der Zukunft noch unzählige Male erleben. Auf meinem Buchstapel liegt gerade "Red Rising", ein angeblich geniales Buch. Ob ich es auch lieben werde? Hoffentlich! Aber irgendwie befürchte ich das Gegenteil. Genauso geht es mir auch mit "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Und ähnlich war es bei "The Hunger Games", ich wollte das Buch lieben, habe es aber noch nicht einmal fertig gelesen, es war schlicht und einfach nicht mein Ding. 

Die Bücher von Tamara Pierce sind auch so ein Fall. Viele meiner Buchfreunde haben sie mir empfohlen und ja, die jeweils ersten Bücher in den Alanna und Beka Cooper Serien fand ich auch genial, den Rest dann aber überhaupt nicht. Und dabei wollte ich begeistert sein, alleine schon um mit den anderen die Bücher zu bejubeln. 

Und Victoria Schwabs Beiträge auf Facebook liebe ich, mit ihrem Buch "Vicious" kam ich aber leider nicht zurecht. Natürlich werde ich ihr noch einmal eine Chance geben, wahrscheinlich wird es auf "The Archived" (hatte ich mal angelesen und dann aber wieder zur Seite gelegt) hinauslaufen. Ich will dieses Buch unbedingt mögen, also drückt mir die Daumen.
Mit Eloisa James ging es mir in der Vergangenheit leider ganz ähnlich. Ihre Beiträge auf Facebook sind immer so unterhaltsam und klasse, ihren Schreibstil in Büchern mag ich dagegen nicht, was habe ich mich darüber geärgert. 


Kennt ihr das? Wolltet ihr bestimmte Bücher auch lieben, es ging aber nicht? Welche Bücher und warum?

Kommentare:

  1. Hmm, geht mir mit John Green so - jeder und sein Hund scheinen ihn zu Lieben, aber ich habe mir mit Paper Towns so schwer getan, das ich keines seiner Bücher mehr anrühren mag.

    Cecilia Ahern ist auch so ein Fall, ich finde ihre Bücher klingen eigentlich immer bezaubernd. Und viele sind ja auch begeistert von ihren Geschichten. Aber immer wenn ich in eines ihrer Bücher reinlese, verliere ich schon auf den ersten Seiten die Lust daran, irgendetwas an ihrem Schreibstil stört mich einfach.

    Eloisa James hat doch diese auf bekannten Märchen basierende Romance Reihe geschrieben oder?
    Die Bücher beäuge ich immer mal wieder.

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    1. John Green und Cecilia Ahern hätten auf meiner Liste auch noch Platz gefunden, mit beiden hat es bei mir nicht gut funktioniert. Mit Ahern immerhin besser als mit Green, aber von keinem der beiden werde ich in Zukunft weitere Bücher lesen.

      Genau, die Bücher sind von Eloisa James, ich ärgere mich heute noch, dass ich mit ihrem Schreibstil so Probleme habe. Echt schade.

      LG

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  2. Wer kennt das nicht? *lach*
    Aktuell lese ich "Vom Dämon gezeichnet" von Diana Rowland. Von Kara Gillian schwärmen Urban Fantasy-Liebhaber ja nun sehr oft und eine Bekannte hat sich gerade am Stück durch Band 1-3 gelesen... Jetzt war ich so gespannt, dass ich es selbst auch probieren wollte... nach der ersten Hälfte bin ich bis jetzt leider noch nicht ganz so hellauf begeistert. Ich hoffe das wird noch, denn ich brauche dringend mal wieder eine neue UF-Serie zum Liebhaben *lach*.

    Liebe Grüße, Jasmin.

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    1. Von Diana Rowland funktionieren für mich interessanterweise nur die Zombiebücher, die Reihe um Kara Gillian konnte sich bei mir nicht durchsetzen.

      Die Suche nach für mich funktionierenden UF-Reihen habe ich fast aufgegeben, ich habe mit dem Genre ganz allgemein Probleme, dazu muss ich bald mal einen Post schreiben. Aber immerhin funktioniert paranormal romance noch bei mir.

      Falls du eine neue UF-Serie findest, würde ich mich über einen Tip freuen.

      LG

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    2. Die Zombiereihe habe ich auch schon im Auge, das verspricht ja mal was anderes zu werden. Ich habe mich gestern auch noch ein paar Seiten mit Kara beschäftigt und so langsam wird es besser...

      Da ich Urban Fantasy wirklich sehr gern lese, bin ich da nicht ganz so wählerisch. Insgesamt bin ich als Leser auch nicht allzu schwer zu befriedigen *lach*. Ich habe gerade nicht mehr im Kopf, was du an UF alles so kennst. Meine Top-Favouriten sind ja Dante Valentine und Jill Kismet von Lilith Saintcrow, aber das ist schon sehr blutig und düster, da muss man in der Stimmung sein...

      Ansonsten habe ich gerade Anfang diesen Jahres selbst eine Neuentdeckung gemacht: die Rylee Adamson-Reihe von Shannon Mayer. Das ist eine selfpublishing-Autorin und ihre Reihe hat mich total vom Hocker gehauen und ich hab im Februar und März Band 1-8 ihrer Reihe komplett durchgelesen (Gott sei Dank sind die Kindle-Ausgaben bezahlbar! Band 1 "Priceless" ist gerade bei 66 Cent...). Der erste Band der Reihe war nicht schlecht und Band 2-4 haben mich dann erstmal komplett geflasht!

      Diesen UF-Post erwarte ich mit Freude ;)!
      Liebe Grüße, Jasmin.

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    3. Auf deine Meinung zu meinen UF-Gedanken bin ich schon sehr gespannt, vielleicht habe ich in den letzten Monaten ja schlicht die falschen Bücher gelesen und es gibt doch noch UF-Romane, die zu dem passen, wonach ich suche.

      Und vielen Dank für die Empfehlungen, die werde ich mir mal anschauen.

      LG

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  3. Ich muß sagen, ich versuche mich von Empfehlungen von Freunden und Bekannten nicht allzu sehr beeinflussen zu lassen. Das habe ich einmal bei Jauds »Hummeldumm« gemacht. Eine Freudin, die davon total begeistert war, hatte mir das Buch gegeben und ich ging mit entsprechenden Erwartungen da ran - und schon nach wenigen Seiten war diese Erwartung restlos zerstört. Und es wurde nicht besser, im Gegenteil, dieses Buch war eines der schlechteren meines literarsichen Lebens.
    Interessant an der Frage wäre auch zu beleuchten, inwieweit die Empfehlung von Freunden auch das eigene Leseempfinden beeinflußt. Du schriebst so schön, daß Du es auch toll finden wolltest, daß Du das Buch schon mit einer derartigen Erwartungshaltung liest.
    Bei meiner Freundin war es zum Beispiel derart, daß ich, nachdem ich es las, ihr sagte, daß ich dieses Buch für absoluten Schwachsinn halte, der weder witzig noch klug durchdacht war. Ein paar Tage später sagte sie mir, daß sie es unter meinem Resümée noch einmal las und es auch doof fand und nicht mehr verstand, wie sie es dereinst so toll finden konnte. In dem Falle hatte sie mein negatives Urteil dahingehend beeinflußt.

    Liebe Grüße

    Shaakai

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    1. Deine Gedanken zum Beeinflussen vom Leseempfinden finde ich sehr interessant. Ich bilde mir ein in meiner Meinungsbildung bei Büchern recht unabhängig zu sein, aber wer weiß, was da unterbewusst so alles passiert. Ich bin ja ein notorischer Bücherwiederleser und habe da meine Meinung zu einem Buch rückwirkend noch nie geändert, auch wenn ich zuvor andere Meinungen gelesen habe. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.

      Hummeldumm wäre wahrscheinlich ein Buch, mit dem ich auch so meine Probleme hätte, zumindest war das meine Einschätzung nach dem Lesen der Synopsis.

      LG

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  4. Ich versuche inzwischen gar nicht erst ein Buch lieben zu WOLLEN.
    Das hatte ich eine zeitlang, da habe ich versucht jedes Fantasybuch zu mögen, aber irgendwann gemerkt, dass diese Bücher zwar im Fantasyregal standen, aber nur wenig fantastische Element haben... man kann sich natürlich auch selbst aufheizen und ein Buch total mögen obwohl es gar nicht so toll ist (das funktioniert tatsächlich) aber am Ende fühlt man sich trotzdem ein bisschen komisch und leer, wenn man das so durchzieht.

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    1. Manchmal überkommt mich das Gefühl ein Buch lieben zu wollen noch, aber ich zwinge mich dann natürlich nicht es auch wirklich zu lieben, soweit geht das Ganze glücklicherweise nicht. Meist gehe ich aber auch ganz entspannt an meine Bücher heran, so klappt es normalerweise am besten.

      Mit Fantasyromanen habe ich in diesem Zusammenhang auch schon enttäuschende Erfahrungen gemacht, einige Lieblinge von anderen Bloggern konnten sich bei mir leider gar nicht durchsetzen.

      LG

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  5. Bei mir ist das bisher, zum Glück, nur sehr selten vorgekommen. Der einzige Fall, an den ich mich überhaupt erinnern kann, ist die Sookie Stackhouse Reihe. Ich habe die TV Serie, zumindest die ersten Staffeln, total geliebt und habe mir deshalb auch bald das erste Buch besorgt. Ich war überzeugt, dass mir das Buch ja dann auch gefallen müsste, so war das ja sonst auch immer, wenn mir ein Film oder eine Serie gut gefallen hat. Aber Sookie Stackhouse fand ich als Buch leider so richtig schlecht. Nicht einmal die Hauptfigur, die mir in der Serie so sympathisch war, konnte mich im Buch für sich gewinnen. Es ist in dem Fall also beim ersten Band geblieben.

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    1. Mit Sookie Stackhouse komme ich sowohl in Buch- als auch in TV-Form nicht zurecht. Vor allem bei den Büchern war ich auch ziemlich enttäuscht, denn die wurden eine Zeit lang in der Bloggerszene ja heiß und innig geliebt, damals hatte ich sie auch versucht zu lesen, aber der Funke wollte überhaupt nicht überspringen.

      LG

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  6. Die Bücherdiebin konnte mich überhaupt nicht überzeugen und bei den Tributen war ich auch weit nicht so begeistert, wie der Rest. Fand von Anfang an, dass der Stoff mehr was für einen Film als für ein Buch ist... du bist damit also definitiv nicht allein ;)

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    1. Ich habe gestern noch die ersten Seiten der Bücherdiebin gelesen und bin wirklich skeptisch, ob das etwas werden wird. Meist sind meine Vorahnungen auf Bücher bezogen recht passend, aber gut, ich gebe dem Buch einen ehrlich Versuchen und gut ist.

      LG

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  7. Solche Gedanken kommen mir eher selten, ich lese aber auch meist Bücher, die nicht unbedingt häufig auf Blogs rezensiert werden oder zumindest nicht so oft, wie andere.
    "Wunder" war aber z. B. ein Buch, das ich aufgrund der vielen positiven Stimmen gelesen hatte und weil ich „Das Phantom" so liebe, dachte ich, mir könnte das andere Buch auch gefallen. Letztenendes fand ich es zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht mega gut, sondern höchstens ganz nett. Meiner Meinung nach ist das Buch zwar empfehlenswert, würde mich privat aber jemand nach Empfehlungen fragen, würde ich "Wunder" wohl eher als eines der letzten nennen.

    Manchmal kann es eben auch fatal sein, wenn man gleich zu viel erwartet. Oft ist es ganz gut, wenn die Erwartungen niedriger sind, dann ist man hinterher eher positiv überrascht und nicht enttäuscht.

    Das Gute ist aber auch, dass soetwas durchaus klappen kann: man will Bücher lieben und tut es dann auch! :)

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  8. Allzu oft erlebe ich diese Situationen glücklicherweise auch nicht, denn das könnte sonst ganz schön anstrengend werden, aber manchmal erwischt es mich dann doch.

    Zu viel zu erwarten kann auf jeden Fall fatal sein, ich denke, dass ich bestimmt in ein oder zwei Fällen ein Buch deswegen nicht so sehr mochte, wie es eigentlich der Fall gewesen werde. Ich versuche deswegen ruhig zu bleiben und nicht dem Hypemonster zu verfallen, mittlerweile geht das sehr gut.

    LG

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