Donnerstag, 24. März 2016

Warum Leseflauten / reading slumps für mich nicht mehr existieren

Was war ich in der Vergangenheit frustriert, wenn ich mal für ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen keine Lust darauf hatte zu lesen. Ich habe andere Leser nach Tips gefragt und wurde mit jedem neuen Tag der Leseflaute immer unruhiger. Schon absurd, wie viel Stress ich mir gemacht habe. 

Mittlerweile denke ich anders und habe Wörter wie Leseflaute und reading slump aus meinem Leseleben gestrichen. Mir ist klargeworden, dass ich manchmal wie verrückt nach Büchern bin und ein Buch nach dem anderen lese. Dann gibt es aber auch wieder Phasen, in denen ich in meiner Freizeit lieber andere Dinge mache, ich gehe dann bevorzugt anderen Hobbies nach und genieße diese Phasen mittlerweile genauso sehr wie die Phasen mit Büchern. Und beides ist total normal. 

In meinem Leben ist Platz für viele schöne und interessante Freizeitaktivitäten, sie müssen nicht in Konkurrenz miteinander stehen, für alle ist genug Platz. Ich kann heute also ganz entspannt ein Buch lesen und morgen mal keine einzige Zeile. Und wenn ich mal ein paar Tage gar nichts lese, so geht es mir gerade, dann ist das auch vollkommen ok. Meine Bücher laufen nicht weg, sie warten geduldig darauf, dass ich wieder so richtig Lust auf sie habe, warum soll ich mich also stressen? 

Kommentare:

  1. Hey!
    Super, dass du das für dich erkannt hast! Mir geht es schon lange so. Ich wundere mich immer darüber, wenn verzweifelt danach gefragt wird, wie man eine Leseflaute überwinden kann. Mal sind Bücher in meinem Leben wichtiger und mal eben andere Dinge. Wenn die Zeit ist, wieder zu lesen, dann kommt die Lust von ganz alleine. Eine Leseflaute überwinden wollen hat für mich immer auch etwas mit Zwang zu tun und Lesen ist mein Hobby und soll Spaß machen.
    LG
    Yvonne

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    1. Genau so ist es. Ich weiß gar nicht genau, warum ich mich da so lange Zeit gestresst habe. Ich denke, dass ich auf einen Trend aufgesprungen bin und es mir sehr schwer viel meinen eigenen Weg zu finden und gehen. Ich bin jetzt natürlich heilfroh, dass ich das Leseerlebnis endlich so entspannt angehen kann.

      LG

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  2. So etwas wie "Leseflauten", im Sinne von "keine Lust auf lesen als Problem sehen", gibt es bei mir auch nicht und gab es auch noch nie. Wenn ich nicht lesen will, dann merke ich vielleicht, dass ich wenig lese, aber es ist mir egal, weil ich ja wie gesagt, freiwillig wenig lese. :D

    Anders ist es, wenn ich lesen will und keine Zeit finde, DAS ist schrecklich oder wenn man einfach kein Buch findet, dass einem zusagt. Letzteres ist für mich auch eine "Leseflaute" eine Zeit in der man Bücher liest/abbricht etc. und einfach nichts einen begeistern kann, aus welchen Gründen auch immer, obwohl man UNBEDINGT ein Buch finden möchte, dass einen berührt oder so. Da mache ich inzwischen Re-Reads, weil da weiß ich, dass ich mag was ich lese :D

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    1. Hey!
      Ich habe das manchmal, wenn mich ein Buch so richtig richtig richtig doll begeistert hat. Dann fange ich hinterher 5, 6, 7 Bücher an und keines kann mich packen. Meine Toleranzschwelle ist dann aber auch echt niedrig, stelle ich fest. 4 oder 5 Seiten und wieder weg. Das ärgert mich dann schon manchmal. Dann mache ich meist erstmal ein paar Tage bewusst Lesepause, damit ich mich dann wieder auf ein neues Buch einlassen kann.
      LG
      Yvonne

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    2. Das kenne ich. Aber wenn ein Buch richtig gut war, dann haben es alle anderen Bücher danach doppelt schwer. Meine Toleranzschwelle beginnt meist schon beim Aussuchen der Bücher. Da liest man den Klappentext und denkt sich: "Och nö... nicht so eine Geschichte" Aber so eine Lesepause kann da wirklich helfen. Und so kann man gute Bücher aus besser verarbeiten ^^

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    3. Es ist aber auch wirklich paradox, dass sich so viele Leser so sehr stressen. Wie du sagst, wir lesen doch freiwillig, warum dann dieser Stress? Aber schön zu sehen, dass einige Leser schon lange vor mir verstanden haben, dass es auch anders geht.

      Wenn ich lesen will und nichts passendes finde, nervt mich das natürlich auch. Aber als Wiederleser (?) greife ich dann zu alten Lieblingen und alles ist gut.

      Diese "book hangovers" kenne ich auch nur zu gut, mittlerweile mache ich dann ganz bewusst eine Lesepause und alles ist gut. Denn richtig tolle Bücher wollen in Ruhe verdaut werden, das braucht seine Zeit.

      LG

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