Sonntag, 10. April 2016

Ein Leben ohne Bücher

Keine Angst, mit "Ein Leben ohne Bücher" meine ich keine Welt ganz ohne Bücher, ich rede auch nicht von Menschen, die gar nicht lesen. Vielmehr denke ich an Menschen, die zwar gerne lesen, aber nicht das Bedürfnis haben Bücher zu besitzen, weder als Printausgabe noch als Ebook (wobei dass da mit dem Besitzen ja eh so eine Sache ist). 

Ich kenne tatsächlich Menschen, die sehr gerne lesen, aber praktisch keine Bücher zu Hause haben. Diese besonderen Menschen lesen Bücher generell nur einmal und sehen daher wenig Sinn darin sich an ihnen festzuhalten, sie bei sich zu behalten. Sie lieben es tolle Bücher an andere Menschen weiterzugeben, immer in der Hoffnung, dass auch sie von den Geschichten verzaubert werden.

Lange Zeit konnte ich so ein Verhalten überhaupt nicht verstehen und auch heute will ich mir ein Leben ganz ohne gefüllte Bücherregale nicht vorstellen. Doch ich begreife so langsam, worum es diesen Lesern geht. Sie besitzen die Bücher auch nach dem Lesen noch, denn die Geschichten sind ein Teil von ihnen geworden, irgendwo im Gehirn und natürlich im Herzen haben sich die Bücher verewigt.

Ein Leben ohne Bücher muss also überhaupt nicht schlimm sein. Ich werde wohl nie an diesen Punkt kommen, finde es aber spannend, dass dieser Weg für andere funktioniert. 

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