Freitag, 19. August 2016

Bookstagram

Zu sehen wie sich Bookstagram, sprich Buchinhalte auf Instagram, in den letzten Monaten entwickelt hat, ist sehr spannend. Es geht wirklich rasant zu, populäre Bookstagrammer haben mittlerweile über 100.000 Abos, sind mit verschiedenen Firmen verbunden, stellen Produkte vor (z.B. Kerzen) und verdienen mit ihrem Account Geld. 

Auch viele Verlage sind mittlerweile auf Bookstagram aktiv, manche geben sich richtig Mühe, andere füttern ihre Seite eher stiefmütterlich. Generell hat das Angebot an Buchinhalten auf Instagram enorm zugenommen, übersichtlich war einmal. 

Ich finde alles rund um Bookstagram ziemlich faszinierend, teile auch manchmal auf Instagram was ich lese oder neu gekauft habe. Ich habe mir für kurze Zeit dafür auch einen eigenen Account angelegt, dann aber schnell gemerkt, dass das auf Dauer für mich nicht funktioniert (Account ist mittlerweile wieder gelöscht und ich benutze nur noch meinen alten). Hin und wieder ein Bild meiner Bücher zu teilen macht mir Spaß, aber nicht jeden Tag und nicht als alleiniger Inhalt meines Accounts. 

Viele der Bilder auf Bookstagram sind kleine Kunstwerke, bis ins letzte Detail perfekt gestylt mit passender Deko (inklusive der Funkos, die ich persönlich nicht mag). Und genau das stört mich auf Dauer. Spontane Bilder, die mal eben so aufgenommen werden, scheinen immer seltener zu werden. Und doch sind es genau solche Momente aus dem Leben anderer Leser, die ich gerne sehe. 

Auch ist mir aufgefallen, dass ich über Bookstagram mit einer Menge an Büchern in Kontakt komme, ich bei den wenigsten aber wissen will, was hinter ihnen steckt. Das sieht beim Lesen von Buchblogs oder Videos auf Booktube schon ganz anders aus. 

Ich werde auch in Zukunft Teil von Bookstagram bleiben, aber sporadischer und häufiger passiv als aktiv. Ich werde die Entwicklungen auch in Zukunft fasziniert beobachten und bin mir sicher, dass sich da noch viel tun wird. 

Ich folge immer noch ein paar Bookstagrammern, vor allem solchen, die Bilder teilen, auf denen nicht alles perfekt sein muss, auf denen das Buch im Mittelpunkt steht. Bilder, die aussehen, als wären sie mitten aus dem Leben. Denn so macht Bookstagram für mich am meisten Spaß. 

Was denkt ihr über Bookstagram?

Kommentare:

  1. Ich mag einfach die - vornehmlich - schönen Bilder. Da hab ich gar nicht mal was gegen sehr gestellte Bilder, aber ich muss auch zugeben, dass ich so gut wie nie den Tag durchsuche, sondern mittlerweile ein paar Leutchen habe, deren Bilder mir gefallen und dann läuft das alles über die Timeline.

    Selber "teilzunehmen" wäre mir da aber zu stressig. Ich poste ab und an auch mal was, genau wie du, aber mir da ständig Gedanken zu machen, welches Buch ich wie inszenieren kann ... einerseits ist das kein sonderliches Talent meinerseits, andererseits hab ich da auch nicht recht die Zeit für.

    Bin aber sehr froh, dass es Bookstagram gibt, auch wenn ich da auch nie wirklich Bücher kennenlerne, die ich unbedingt lesen will. Aber schicke Bücher anzugucken, hat ja auch was. :D

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    1. Stimmt schon, schicke Bilder gucken hat was, für mich aber nur in Maßen und nicht jeden Tag. So macht Bookstagram dann auch auf Dauer für mich Spaß.

      Mir würde übrigens die ganze Deko fehlen um richtig coole Bilder zu machen. Der Stress wäre mir außerdem zu viel.

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    2. Haha, ja, die Deko würde mir da auch absolut fehlen. :'D Ich hab mich ab und an dran versucht und manchmal klappt sogar was, aber ansonsten hab ich da gar nicht die Materialien für. Oder schön weiße Möbel. Oder sonst wie Tische, auf denen Bücher gut drauf passen.

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  2. Ich bin mir nicht einmal sicher ob ich "Bookstagram" bisher als Phänomen überhaupt wahr genommen habe (geschweige denn das ich ich gewusst hätte das es dieses Wort überhaupt gibt). :)

    Ich schaue zwar schon ab und an bei anderen blooger auf ihre Instagram Bilder, aber bis der Dienst bei mir im Bewusstsein ankommt werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

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    1. Bookstagram ist für einige mittlerweile eine Riesensache geworden. Einige Accounts sind regelrecht explodiert und natürlich haben auch Firmen das mit Interesse verfolgt, denn plötzlich sieht man recht viel an Werbung und zugeschickten Produkten. Es gibt natürlich auch immer noch viele kleinere Accounts, die ihre Seite auf eine andere Art und Weise füttern. Es ist also für jeden was dabei, wenn man die Sache an sich denn mag. Es geht aber ehrlich gesagt auch gut ohne.

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  3. Ich habe dazu überhaupt keinen Kontakt, ohne Smartphone und Instagram auch kein Wunder. Aber ich persönlich finde zwar diese "durchgestylten Bilder" schön anzuschauen, zeitgleich aber für mich uninteressant. Accounts mit diesen Bildern interessieren mich nicht langfristig. Ich mag es lieber Spontan, da fühle ich mich aufgehobener, es ist gemütlicher und für mich authentischer. So geht es mir allgemein bei Instagram. Wenn ich doch einmal Accounts durchstöbere finde ich immer diese gestellten Aufnahmen, für die jemand wahrscheinlich solange sein Essen fotografiert hat bis es kalt war etc. Da fühle ich mich unwohl, keine Ahnung, wieso. :D Und weil mir "Bookstagram" allgemein nicht genug bietet habe ich noch nie ein Buch gesucht was ich dort gesehen habe o.Ä. Ich brauche dafür mehr als irgendein schickes Bild ^^

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    1. Da scheinen wir mal wieder genau einer Meinung zu sein. :) Dein letzter Satz fasst perfekt meine Gedanken zu dem Thema zusammen.

      Die Sache mit dem Essen gibt mir auch zu denken, vor allem wenn der Teller perfekt angerichtet ist. Ich habe normalerweise viel zu viel Hunger um vorher noch in Ruhe eine Reihe an Fotos zu machen, da macht mein Magen nicht mit.

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