Mittwoch, 14. September 2016

Da war doch was: alte Liebe neu entfachen?

Vor einigen Monaten habe ich einen Post mit dem Titel "Die letzte Chance" veröffentlicht. In ihm ging es um meine Beziehung zu den Büchern von Susan Elizabeth Phillips und Linda Howard, Damals fragte ich mich, ob ich die alte Liebe zu den Büchern von beiden Autorinnen bald wiederfinden würde, ob sie neu entfachen würde. Jetzt kann ich die Frage in beiden Fällen beantworten, leider jeweils mit einem klaren Nein (meine Rezension zum neuen Buch von SEP könnt ihr hier finden).

Die Autoren, in der Art wie sie ihre Romane schreiben, und ich als Leser haben sich zu weit voneinander entfernt, wir kommen nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner. Das habe ich nach dem Lesen ihrer neuesten Bücher jetzt endgültig eingesehen.

Generell hat mich diese Situation zum Nachdenken gebracht: Konnte ich eigentlich jemals eine alte Buchliebe neu entfachen? Macht es für mich überhaupt Sinn Autoren eine zweite (dritte, vierte, ...) Chance zu geben? Diese Frage kann ich mit ja beantworten, denn spontan fallen mir zumindest zwei Fälle ein, in denen es für mich funktioniert hat.

Von den Büchern von Jill Shalvis und Lauren Dane habe ich je eine Pause von gut 2-3 Jahren genommen, ich geriet mit den Büchern von beiden Autorinnen in eine Phase, in der nichts mehr für mich funktionierte. Dann die Pause und danach die zweite Chance. Alle Bücher der Autorinnen funktionieren für mich auch nach der Pause nicht, aber einige schon.

Die erotic romances von Lauren Dane sind für mich immer noch top, ihre paranormal romances und einige ihrer contemporary romances aber nicht. Bei Jill Shalvis funktioniert die "Animal Magnetism" - Reihe für mich gar nicht, ihre anderen, neuen aber meist sehr gut. Beide Autorinnen lese ich generell heute wieder gerne, die Pause hat also geholfen und ich konnte die alte Liebe zumindest teilweise neu entfachen.

Daher plane ich auch in Zukunft Autoren eine zweite Chance zu geben, oft werde ich damit auf die Nase fallen, manchmal aber auch den Goldkessel am Ende des Regenbogens finden. Damit kann ich gut leben.


Gebt ihr Autoren eine zweite Chance? Wie sind eure Erfahrungen damit?

Kommentare:

  1. Huhu,

    mir ging es mit Rainer M. Schröder so. Ich dachte ich sei zu alt geworden für seine Bücher, aber dann habe ich seinem neuesten Buch nochmal eine Chance gegeben und fand es sogar ganz gut. Nicht mehr so brilliant, wie ich es wahrscheinlich vor 5 Jahren gefunden hätte, aber gut 😊

    Liebe Grüße,
    Lena

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    1. Ich muss gestehen, dass mir der Autorenname so gar nichts sagt, das muss ich gleich mal ändern.

      LG

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  2. Hey!
    Mir geht es mir Tess Gerritsen und Karin Slaughter so. Ich habe beide Autorinnen mal geliebt und verschlungen. Heute kann ich mit beiden leider nicht mehr so viel anfangen. Welche Liebe ich neu entfachen konnte ist definitiv die Wolfgang und Heike Hohlbein. Laurin fand ich wieder echt Klasse. Ich glaube, ab und an wandelt sich der Geschmack einfach oder Autor und Leser entwickeln sich in verschiedene Richtungen. Bei einigen, wie Karin Slaughter finde ich das sehr schade.
    LG
    Yvonne
    LG Yvonne

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    1. Meiner Mutter geht es mit den beiden erstgenannten Autorinnen auch so, in der Sparte Krimi könnte ich selbst Patricia Cornwell und Kathy Reichs aufführen. Früher habe ich die Bücher der beiden Autorinnen geliebt, heute nicht mehr.

      Von den Hohlbeins will ich schon länger mal wieder was lesen, daher werde ich mir "Laurin" gleich mal anschauen.

      Ich denke auch, dass die Entwicklung ganz normal ist, schade ist es trotzdem.

      LG

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    2. Ja, schade finde ich es auch!
      LG

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  3. So ging es mir mit Jodi Picoult. Ich habe ihre Bücher Jahre lang geliebt und wirklich sehr viele gelesen. Als ich dann nach einer kleinen Pause ein neues Buch von ihr in die Hand genommen habe, war ich ziemlich enttäuscht. Ich habe es zu Ende gelesen, musste aber auch feststellen, dass ich und Jodi Picoult nicht mehr zusammen passen. Der Buchgeschmack entwickelt sich nun einmal auch weiter ;)
    Liebe Grüße,
    Cora

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    1. So ist es. Und jedes gelesene Buch hinterlässt Spuren in uns, da muss sich der Geschmack zumindest teilweise etwas verändern.

      LG

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