Donnerstag, 15. Dezember 2016

Sherlock Holmes trifft Jugendroman mal drei


Zum dritten Mal in den letzten Monaten habe ich eine Art von Neuauflage der Sherlock Holmes Geschichte aus dem Jugendbuchbereich gelesen. Und da ich liebend gerne über meine Bucherfahrungen rede, will ich das jetzt tun. 

Every-Trilogie von Ellie Marney

Alles fing für mich mit der in Australien spielenden Every-Trilogie um Rachel Watts und James Mycroft von Ellie Marney an, alle drei Bücher in der Reihe finde ich klasse. Charaktere mit Tiefgang treffen in der Serie auf interessante Geschichten und auch die Liebesgeschichte war toll. Diese Serie hat mein Interesse an weiteren Geschichten inspiriert von Sherlock Holmes geweckt. 

A study in Charlotte von Brittany Cavallaro

Dann kam "A Study in Charlotte" von Brittany Cavallaro (Holmes und ich – Die Morde von Sherringford), die Geschichte ist in den USA angesiedelt, zumindest Teil eins, und Buchcover plus Beschreibung ließen meine Erwartungen in die Höhe schnellen. Leider war ich von dem Buch enttäuscht. Zu viel wurde in die Geschichte reingepresst, ein paar dramatische Enthüllungen weniger und ein verstärkter Fokus auf die Charaktere hätten für mich wesentlich besser funktioniert.

Lock & Mori von Heather Petty 

Und jetzt also endlich "Lock & Mori" von Heather Petty. Das Buch stand schon recht lange auf meiner Wunschliste und diese Woche habe ich es endlich als eBuch über die Onleihe ausgeliehen, in der deutschen Version "My Dear Sherlock - Wie alles begann", und dann auch gleich gelesen.

Der Anfang war interessant, ich wollte mehr über Mori und Lock erfahren, über ihre Hoffnungen, ihre Probleme, ihre Familien. Doch dann überschlugen sich auch in diesem Buch die Ereignisse, wieder fühlte ich mich erschlagen von all den tragischen Wandlungen und familiären Hintergründen, wieder wurde sehr viel in die Geschichte gepresst, wieder blieben mir die Charaktere fremd. Gerade Moris Geschichte wurde außerdem schnell unglaubwürdig. Sehr schade, denn es steckte viel Potential im Buch. 

Mehr?

Für mich brauchen diese von Sherlock Holmes inspirierten Geschichten gar nicht so viel Drama, ein gut konstruierter Krimi mit Spannung, aber auch Gefühl, Charme, Wortwitz und gute Charaktere sind doch eigentlich schon mehr als genug, da können die dramatischen Entwicklungen gerne in den Hintergrund treten.  

Würde ich in Zukunft mehr dieser Geschichten lesen? Wenn sich der Plot gut anhört, dann gerne. Übrigens hoffe ich auf eine Übersetzung der Bücher von Ellie Marney, denn diese Bücher haben es verdient von möglichst vielen Leuten gelesen zu werden.

Findet ihr von Sherlock Holmes inspirierte Geschichten interessant?


PS: Wenn ihr Jugendbücher mit Spannung mögt, kann ich auch "When" von Victoria Laurie empfehlen, ihr seht es oben auf dem Bild angeschnitten. 

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