Dienstag, 21. Februar 2017

In Wellen lesen


In den letzten Monaten ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich oft nicht beständig lese. Dass es im Monat Phasen gibt, in denen ich von Büchern gar nicht genug bekommen kann, dann aber auch immer mal wieder einige Tage (bis hin zu einer ganzen Woche), in denen ich sehr wenig bis gar nichts lese. 

Vor zwei-drei Jahren hätte mich das noch kirre gemacht, heute kann ich damit sehr entspannt umgehen. Nur weil ich gerne lese und Bücher liebe, heißt das nicht, dass ich dauernd am Lesen sein muss. Lesepausen sind erlaubt und für mich sogar wichtig.

Nur so kann ich das Gelesene angemessen verarbeiten, kann danach mit frischen Gedanken und neuer Lust das nächste Buch angehen. Ganz ohne Druck, ganz ohne dass das zuvor gelesene Buch das neue überschattet. 

Ich habe mittlerweile verstanden, dass ich gerade als jemand, der recht viel liest, diese kleinen Pausen brauche. Ich muss mich nicht schuldig fühlen, nur weil ich ein paar Tage lang mal keine Lust habe ein neues Buch anzufangen. Mein Leben beinhaltet mehr als Bücher, ich habe andere interessante Hobbies, denen ich in dieser Zeit mit viel Freude nachgehe, auf die ich mich dann voll konzentrieren kann. 

Bücher haben es verdient, dass ich sie mit einem klaren, offenen Geist beginne, dass ich bereit bin ihnen eine ehrliche Chance zu geben, dass ich mit Gedanken ganz bei ihnen bin. Dabei helfen mir Lesepausen, daher empfinde ich sie mittlerweile als etwas, worauf ich mich freue. 

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