Dienstag, 9. Mai 2017

Ein kraftvolles Buch, das zum Nachdenken anregt


Wenn ich Sachbücher lese, dann hoffe ich auf verschiedene Dinge, eins davon ist, dass ich zum Nachdenken angeregt werden will. Und genau darauf habe ich auch gehofft, als ich das neue Buch von Chimamda Ngozi Adichie

Dear Ijeawele, or a feminist manifesto in fifteen suggestions

gekauft und dann natürlich auch gelesen habe.

Das Buch entstand als eine Antwort auf eine Bitte, eine Freundin Adichies bat um Ideen für die Erziehung eines Kindes, eine Erziehung die einem Mädchen helfen soll eine starke Persönlichkeit zu werden, eine Feministin. Die überarbeitete Form dieser Vorschläge liegt nun als Buch vor. 

Ich kannte Adichie bisher nur von ihren zwei TED-Auftritten und einem Interview, dabei haben mich vor allem ihre klare und kraftvolle Sprache beeindruckt. Und genau diese habe ich auch im Manifesto wiedergefunden. 

Das schmale Büchlein liest sich schnell und ohne Probleme, sehr klar und kraftvoll formuliert die Autorin ihre Gedanken. Das Buch liest sich, als wäre man selbst die Freundin, die Adichie um Rat bat, diese persönliche Note hat mir sehr gut gefallen. Teils wird speziell auf die nigerianische Kultur eingegangen, doch lässt sich eigentlich fast alles auch auf andere Gesellschaften übertragen, egal ob es um Schönheitsideale oder das Annehmen des Nachnamen des Mannes nach der Hochzeit geht. 

Alle 15 Vorschläge haben eins gemeinsam: Sie haben mich zum Nachdenken gebracht, teils direkt beim Lesen, teils später. Sie haben sich zum Teil tief in meinen Gedanken festgesetzt, sie sorgen dafür, dass ich vermehrt auf meine Alltagssprache achte. Darauf, wie ich welche Wörter einsetze, ob ich nicht selbst auch eine abwertende Sprache verwende, die sich negativ auf Mädchen, aber auch auf Jungen auswirken könnte. 

Ein gutes Sachbuch bringt mich dazu bei mir selbst anzufangen, nicht bei anderen nach Fehlern zu suchen. Und genau das hat Adichies Werk in Perfektion erreicht, daher bin ich sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe und kann mir gut vorstellen, es an (werdende) Eltern als Anregung zu verschenken. Auch freue ich mich schon auf mehr von der Autorin. 

Kommentare:

  1. Ratschläge zur Erziehung einer Tochter, klingt nach einem Buch für mich - für die Kinder die ich nicht habe.

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    1. Kinder habe ich auch keine, interessant war das Buch trotzdem.

      LG
      Sabrina

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