Dienstag, 12. September 2017

Bücher lesen: Garantiert ein großer Lottogewinn eine spannende Geschichte?


Dieses Jahr habe ich bereits zwei Jugendromane gelesen, in denen die Hauptfigur den Jackpot im Lotto knackt. Für mich hörte sich das nach einem interessanten und spannenden Grundgerüst für eine gute Geschichte an. Ich erwartete Romane, in denen viel geschieht, ein bisschen Drama, viele schöne Entwicklungen und insgesamt eine gute Unterhaltung. Nachdem ich "Windfall" von Jennifer E. Smith und "Lucky in love" von Kasie West gelesen habe, ist mir klar geworden, dass die interessante Idee Lottogewinn alleine nicht ausreicht um ein unterhaltsames und mitreißendes Buch zu schreiben. Da muss schon noch ein bisschen mehr kommen. 

Zunächst habe ich "Windfall" gelesen und fand das Buch eigentlich ganz gut, hatte aber Probleme mit der männlichen Hauptfigur. Ich scheiterte daran zu ihm eine enge Verbindung beim Lesen aufzubauen, dadurch hatte ich generell Probleme mit der Geschichte. Und doch war sie zumindest unterhaltsam und nicht in all ihren Entwicklungen vorhersehbar. Auch habe ich gerne mit den anderen Charakteren Zeit verbracht und empfand die Handlungsstränge, die primär nichts mit dem Lottogewinn zu tun hatten, als interessant und unterhaltsam. 

Dann kam "Lucky in Love" von Kasie West und ich hatte meine Erwartungen schon etwas runtergeschraubt. Positive Rezensionen ließen mich hoffen, dass ich nach einigen Büchern der Autorin, die ok waren, aber eben nicht mehr, mich wieder in eine ihrer Geschichten verlieben würde. So wie es mir bei "The Distance between us" passiert war. 

Doch leider wurde ich enttäuscht. Der Lottogewinn und sein Folgen konnten kein Leben in die Geschichte einhauchen, alles verlief wie erwartet, Überraschungen gab es keine. Dazu kamen Charaktere, die ich mir in keiner Sekunde als richtige Menschen mit echten Emotionen vorstellen konnte. Es fühlte sich fast so an, als hätte sich die Autorin auf der Idee Lottogewinn ausgeruht, als hätte sie sie wie ein Selbstläufer gesehen, der schon irgendwie von alleine funktionieren würde. Hat er aber leider nicht, zumindest nicht für mich. 

Ich habe also mittlerweile gelernt, dass ein besonderes Ereignis wie den Jackpot zu knacken und über Nacht Millionen zu besitzen für eine gute Geschichte nicht ausreicht. Eine gute Grundidee ist super, aber entscheidend ist immer noch, was der Autor daraus macht. 

Welche Ideen haben sich für euch super angehört, nur um dann eher lau daherzukommen?

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